Chinas ZENIT ist überschritten!

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00:00:00: Ich würde auch argumentieren, dass in China eine Überinvestition und eine Immobilienblase geplatzt ist.

00:00:08: Seit Jahrzehnten als erster Stufe und seit Jahrzehnzweiundzwanzig der zweiten Stufe geht es in China eigentlich nur noch abwärts.

00:00:16: mit Beginn der europäischen Finanz- und Schuldenkrise haben wir uns endgültig von einer stabilen Währung verabschiedet.

00:00:24: Und das ist ja auch eine Grundthese meines Buches.

00:00:27: Das lange Zeit des Rückgrat des wirtschaftlichen Erfolgs von Deutschland war die stabile Währung, das war die harte deutsche Mark.

00:00:39: Ja liebe Zuschauer, das war ein kleiner Vorgeschmack auf meinen heutigen Gast.

00:00:42: Er ist Direktor des Flossbach von Storch Research Institute.

00:00:44: außerdem ist er Professor an der Universität Leipzig und einer der renommiertesten Ökonomen im deutschsprachigen Raum.

00:00:50: mit seinem Buch Deutschlands fette Jahre sind vorbei hat er vor zwei Jahren schon vieles vorhergesagt was wir heute leider immer öfter in den Nachrichten sehen.

00:00:58: ich freue mich aber sehr dass er heute hier ist und sein Wiss mit uns teilt.

00:01:02: herzlich willkommen Gunter Schnabel.

00:01:04: Hallo Herr Roperow.

00:01:06: Ja Herr Schnabel, der Iran-Krieg steckt gerade wieder fest.

00:01:09: Man versucht Verhandlungen zu führen ist sich aber in vielen wichtigen Punkten überhaupt nicht einig wie zum Beispiel wer die Kontrolle über die Straße von Hormuz hält.

00:01:17: was ist Ihre Einschätzung als Ökonom?

00:01:19: Wie hoch ist der globale wirtschaftliche Schaden den dieser Krieg verursacht und wie schlimm kann es tatsächlich noch werden?

00:01:26: Das kommt jetzt darauf an welche Zeitdimensionen wir betrachten.

00:01:30: also aus kurzfristiger Sicht das haben wir alle beobachtet sind die Aktienmärkte global eingebrochen, die Energiepreise sind angestiegen.

00:01:40: In Deutschland hat es auch große politische Turbulenzen ausgelöst, dass jetzt die Preise an der Zapfsäule angestigen sind.

00:01:48: Die Finanzmärkten gehen aber davon aus, dass man früher oder später eine Lösung finden wird – das wirtschaftliche Interesse -, dass die Öltanker die Straße von Hormus wieder passieren ist groß Und deswegen bin ich eigentlich bei den Finanzmärkten.

00:02:04: Ich gehe davon aus, dass man früher oder später die Straße von Hormus wieder öffnen wird.

00:02:08: Die Frage ist nur wie lange das dauern wird?

00:02:12: Manche Experten sprechen jetzt bereits sogar von einem möglichen Energie-Lockdown für ganze Volkswirtschaften.

00:02:17: Wir haben es teilweise auch schon gesehen in manchen anderen Ländern, dass der Sprit zum Beispiel rationiert wird aber da gibt's auch noch ganz andere Maßnahmen.

00:02:24: Ich kenne das nicht mehr, aber früher gabs die autofreien Sonntage.

00:02:28: Wie real ist dieses Szenario, Energie-Lockdown rutschen.

00:02:33: Ja, also zwanzig Prozent der Ölproduktion der Welt geht durch die Straße von Hormus.

00:02:40: Das ist ein signifikanter Anteil aber man muss auch sagen, achtzig Prozent des Öls geht nicht durch die Strasse vom Hormuss.

00:02:49: Wir hatten in der Tat, in den neunzehnten Siebzigerjahren einen autofreien Sonntag.

00:02:54: Später hat Bundeskanzler Schmidt selbst gesagt dass der Einfluss auf den Energieverbrauch, auf dem Beziehenverbraucher relativ gering war.

00:03:04: Man ist einfach am Sonntagen nicht gefahren aber der psychologische Effekt war sehr groß.

00:03:09: also die Menschen haben eben ein deutliches Signal bekommen das sie sparen müssen Und sie haben dann auch gespart.

00:03:17: Das hat die Energiesparwelle der neunzehntetzeigere Jahre ausgelöst, an die ich mich gut erinnern kann und jeder kann für sich selbst auch mal das Gedankenexperiment machen aber in der Lage wäre, zwanzig Prozent seines Benzinverbrauchs einzusparen und es ist wahrscheinlich gar nicht so schwierig.

00:03:34: und wir haben natürlich auch einen wichtigen Preismechanismus, der dafür sorgt dass wir sparen.

00:03:39: wenn die Preise jetzt nach oben gehen dann weiß jeder, es ist dringend und wir müssen einen gewissen Teil unseres Benzin oder Energieverbrauchs einsparen.

00:03:48: Und das wird aus meiner Sicht auch passieren.

00:03:51: Andererseits wenn die Preise nach oben gehen haben natürlich auch andere Anbieter von Öl- und Gas jetzt ein anderer jetzt mehr anzubieten.

00:03:58: Von daher gehe ich auch aus dass wenn wir jetzt den Preismechanismus in Takt lassen dass sich dann auf die mittlere Frist auch die Lage beruhigen wird, selbst wenn die Straße von Hormus auf Dauer die Chancen bleiben würde.

00:04:11: Was wahrscheinlich unwahrscheinlich ist.

00:04:13: Stell

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00:05:03: Alle weiteren Informationen dazu findest du unten in der Videobeschreibung, jetzt geht es auch schon weiter beim Interview.

00:05:07: Wenn die Inflation tatsächlich weiter ansteigen sollte, glauben Sie dass die ECB tatsächlich die Zinsen erhöhen wird?

00:05:14: Ja ich glaube die ECb ist in der Zwickmühle.

00:05:16: also sie hat ja in den letzten Monaten signalisiert nachdem bereits die Inflation stark angestiegen war.

00:05:25: Die ECB war nicht in der Lage, das zu prognostizieren.

00:05:29: Sie hat das auch lange als vorübergehend eingestuft und damit stark an Glaubwürdigkeit verloren.

00:05:36: Und deswegen hat sie jetzt nachdem sie durch Zinserhöhungen die inflationen zumindest die offiziell gemessene inflation wieder einen Griff bekommen hat klar signalisiert, dass sie beim neuen Anstieg der Inflation jetzt zeitnah handeln wird.

00:05:51: Die grundsätzliche Frage ist aber ob die ECB das kann?

00:05:56: Also wir wissen, wir haben einen sehr heterogen Währungsraum der sehr fragil ist.

00:06:01: Wir haben hochverschuldete Staaten im südlichen Euroraum einschließlich Frankreich.

00:06:08: Italien und Spanien gehören dazu.

00:06:10: Wir wissen auch das in Frankreich die Staatsausgaben außer Kontrolle sind.

00:06:16: Frankreich ist nicht politisch in der Lage Staats Ausgabe unter Kontrolle zu bekommen und werden jetzt natürlich noch bedingt durch eine Zinserhöhung der ECB.

00:06:27: die Zinsen auf die französischen Staatsanleihen weiter ansteigen würden.

00:06:31: Dann könnte es gut sein, dass wir dann kurz vor einer neuen Eurokrise sind und die ECB gezwungen ist bevorzugt Französisch-Staatsanleih zu kaufen.

00:06:42: Und das wäre natürlich ein weiter großer Glaubwürdigkeitsverlust für die Europäische Zentralbank.

00:06:49: also die ECP ist jetzt mehr oder weniger in einer Zwickmühle.

00:06:53: Entweder sie lässt die Inflation gewähren, dann verliert sie Anglaubwürdigkeit oder sie hört die Zinsen um die Ininflation unter Kontrolle zu bringen.

00:07:02: Aber dann wird sie vielleicht gezwungen das wieder zurückzunehmen und dann würde sie noch weiter an Glaubwürdigkeit verlieren.

00:07:10: Die Bundesregierung hat es jetzt mal nach wochenlang zögern geschafft eine Maßnahme auf den Weg zu bringen und zwar wird die Mineralölsteuer ab Mai um siebzehnt gesenkt.

00:07:19: was halten Sie von der Maßnahme?

00:07:21: Ja, also die Bundesregierung war jetzt unter großem Handlungsdruck.

00:07:27: Also das größte Problem für Deutschland verbunden mit dem Krieg war jetzt dass die Benzinpreise steigen und dass die Verbraucher das nicht gutieren.

00:07:39: Es ist natürlich so, dass wir bereits in Deutschland eine hohe Steuer- und Abgabenbelastung haben.

00:07:44: Die Verbrauchers sind grundsätzlich sehr stark belastet.

00:07:49: Dazu kommt, dass wir natürlich eine hohe Energiesteuer haben die auch durch die langjährige Klimapolitik der Bundesregierung in bedingt ist und der Krieg bringt jetzt das Fasse einfach zum Überlaufen.

00:08:04: also die Nerven liegen blank.

00:08:07: ich halte eigentlich nichts davon jetzt die Lage dadurch zu beruhigen dass man für zwei Monate die Energiesteuer senkt.

00:08:14: Das beruhigt zwar die Lage, dass in zwei Monaten das Problem gelöst ist und es eine nicht unberechtigte Hoffnung.

00:08:25: Es ändert aber nichts daran, dass die Steuer- und Abgabenbelastung in Deutschland immens ist Und dass sie sich Änderungen wünschen.

00:08:35: und Änderung sind, gegeben die Haushaltslage, die wir haben nur durch grundsätzliche Struktureformen zu erreichen.

00:08:44: Da tut sich die Bundesregierung einfach noch schwer.

00:08:47: Jetzt weiß man aber nicht genau ob diese Mineralölkonzerne oder die Tankstellenbetreiber diese Steuersenkung tatsächlich eins-zu-eins an den Endverbraucher weitergeben?

00:08:55: Was ist der Ihre Meinung?

00:08:56: Wird der Sprit an der Zapfsolle jetzt wirklich günstiger?

00:09:00: Richtig, natürlich werden sich die Preisenkungen teilweise weitergeben.

00:09:03: Davon können wir ausgehen aber vielleicht auch nicht vollkommen und natürlich ist der gesellschaftliche Druck jetzt groß auf die Mineralölkonzerne diese Steuersenkung weiterzugeben.

00:09:15: deswegen wird es aus meiner Sicht natürlich auch weitgehend passieren.

00:09:19: Grundsätzlich ist die Preissetzung aber in Deutschland in einer Marktwirtschaft frei und damit können die Mineralölkonzerne auch frei entscheiden, ob sie diese Steuersenkungen weitergeben.

00:09:32: Sie stehen natürlich auch zueinander im Wettbewerb.

00:09:34: also wenn einer anfängt zum Beispiel die freien Tankstellen dann sind natürlich auch die großen Mineral-Öl Konzerne mehr oder weniger zwungen mitzuziehen Und man kann natürlich auch hoffen, dass in der gegebenen Situation die Verbraucher mündig sind und dann durch ihr Tankverhalten abstimmen.

00:09:54: Daher gehen zu den Anbietern, die zuerst diese Steuersenkungen weitergeben.

00:10:01: Ja Herr Schnabel, gab es jetzt in anderen Ländern andere Maßnahmen die ihre Bürger deutlich mehr entlastet haben an die sich die Bundesregierung auch hätte richten können?

00:10:10: Ich glaube am meisten hat die Schweiz für ihre Bürger gemacht.

00:10:14: Die hat keine so hohe Steuer- und Abgabenbelastung Und damit ist sie in der Lage, den Ball flach zu halten.

00:10:26: Sie gibt natürlich jetzt die Preiserhöhungen weiter an die Bürger aber grundsätzlich ist die Steuer- und Abgabenbelastung nicht so hoch und man hatte auch eine differenziertere Energiepolitik.

00:10:38: Der Energiemix ist sehr viel breiter als in Deutschland.

00:10:40: In Deutschland hat man ja durch Klimapolitik, durch den Kohleausstieg Atomausstieg, den Energiemix eingeschränkt hat sich damit natürlich auch sehr viel abhängiger von Öl- und Gasimporten gemacht.

00:10:53: Der erste Schock kam da mit dem Ukrainekrieg.

00:10:56: jetzt kommt ein zweiter Stock mit dem Iran Krieg Und damit bin ich der Meinung das Länder dienen differenziertere Energiepolitik verfolgen und grundsätzlich die Steuer- und Abgeladenlast geringer halten sehr viel besser für solche geopolitische Stocks vorbereitet sind als Deutschland und wir wissen auch, dass gerade Ölpreise sehr, sehr volatil sind.

00:11:20: Die schwanken sehr stark und damit dürfen wir nicht durch ein hohes Steuerniveau praktisch unverbereitet für solche Stock

00:11:31: sein.".

00:11:32: Ja, jetzt gibt es Leute die behaupten dass die Bundesregierung absichtlich keine großen und effizienten Maßnahmen auf den Weg bringen um Diesel- und Benzin einfach unattraktiver zu machen.

00:11:41: Um ein Stück auch weit mehr die Energiewende anzutreiben.

00:11:44: was ist da ihre Meinung zu?

00:11:47: Wir kennen die Probleme der Energiewände.

00:11:49: natürlich ist gut erneuerbare Energien zu haben.

00:11:53: wir wissen aber auch dass das Angebot von diesen erneuerbaren Energien sehr volatil sind.

00:12:00: Im Winter haben wir praktisch keine Sonnenenergie, der Wind bläst manchmal und manchmal blässt er auch nicht.

00:12:08: Wir haben grundsätzliches Problem wie wir den Energiebedarf wenn er vorhanden ist speichern sollen.

00:12:16: Das ist auf die kurze Frist nichts zu lösen Und von daher ist es jetzt auch illusorisch zu denken, dass dieser Iran-Schock der wahrscheinlich nur zeitweise ist einen dauerhaften Push für erneuerbare Energien geben wird.

00:12:34: Unsere Strategie ist es ja komplett auf erneuerbarer zu setzen.

00:12:37: Diese Strategie kommt uns jetzt leider wieder etwas teurer zu stehen, obwohl wir ja selber genügend Ressourcen abbauen könnten wie zum Beispiel Gas durchs Fracking oder auch durch den Kohleabbau.

00:12:47: Was ist Ihre Meinung?

00:12:48: Sollte man jetzt hier wieder doch versuchen neue Energiequellen zu fördern oder könnte der Plan der Energiewende tatsächlich aufgehen bevor zu viel Schaden in der Wirtschaft angerichtet worden ist?

00:12:58: Also niemand will aus diesen Erneuerbaren Energien vollständiger aussteigen.

00:13:04: Der ganze Prozess sollte natürlich technologieoffen sein, wenn sie die Entwicklung der erneuerbare Energien fördern wollen.

00:13:14: Dann brauchen Sie eine hohe Energiesteuer Damit es grundsätzlich Anreize gibt zu sparen, das ist für mich eigentlich das Wichtigste.

00:13:22: Also eine nachhaltige Energiepolitik ist eine Energiepolitik die darauf setzt dass der Energieverbrauch gering ist und sie können natürlich auch auf erneuerbare Energien als zusätzliche Energiequelle setzen.

00:13:37: aber es ist natürlich ein großer Fehler.

00:13:38: Es waren großer Fehler alternative Energiequellen einzuschränken Und deswegen wird natürlich die Diskussion bleiben, ob man zur Atomenergie zurückkehrt zu neuen Formen der Atomenergie.

00:13:54: Dass wir bleiben auch... Die Kohle ist natürlich eine Energiequelle, die in Deutschland vorhanden ist im Gegensatz zu Öl und daher war es wahrscheinlich ein Fehler da auszusteigen.

00:14:09: Sie haben auf LinkedIn jetzt eine sehr interessante historische Analyse gepostet, bei der sie sich die letzten Kriege der USA angeschaut haben und wie die finanziert worden sind.

00:14:17: Und ihr Fazit ist, dass die USA sich den aktuell schon sehr teuren Krieg eigentlich gar nicht leisten können bei der hohen Verschuldung.

00:14:24: Können Sie uns das vielleicht mal genauer erklären?

00:14:26: Also es ist in der Tat so, dass wir in den USA eine sehr, sehr hohe Staatsverschuldungen als Anteil von Porto Inlands Produkt haben.

00:14:34: aus historischer Sicht Wir haben zurückgeschaut, wie früher Kriege finanziert wurden.

00:14:41: Durch die USA, wir gehen zurück bis zum Bürgerkrieg.

00:14:47: Die Nordstaaten gegen die Südstaaten.

00:14:52: Es wird sichtbar, dass die USA in diesem Bürgerkrig vor allem die Nordstaat schon viel draufgesetzt haben, die Finanzmärkte und die Finanzierung des Krieges mit einzubeziehen.

00:15:04: Sie können natürlich immer an die Bürger appellieren, dass sie Kriegsanleihen kaufen Aber wenn sie natürlich die Finanzmärkte dazu bewegen können, Staatsanleihen zu kaufen.

00:15:14: Da macht es die Kriegsfinanzierung sehr viel einfacher.

00:15:17: und ich glaube als historischer Sicht ist auch unbestritten dass Länder die Kriege leichter finanzieren konnten Auch eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Erfolg hatten.

00:15:27: Deswegen sind in Kriegen ist die Staatsverschulung das Anteil von Wurther Inlandsprodukt in den USA auch immer angestiegen, aber man hat über die Zeit hinweg immer auf Formen gefunden dann diese Staatsverschuldung auch wieder abzubauen.

00:15:44: Also nach Ende des Bürgerkriegs haben sie Nordstaaten und mit der Wirtschaftskraft der ganzen Union die Kriegsanleihen des Nordens zurückgezahlt.

00:15:56: Der Süden wurde entwertet.

00:15:59: also wer auf dem Süden gesetzt hat der wurde dann auch bestraft Und damit hat man natürlich die Vertrauenswürdigkeit des Staates bei den Finanzmärkten erhalten.

00:16:08: Das hat dann auch dazu beigetragen, dass er nach dem Bürgerkrieg eine positive wirtschaftliche Entwicklung hatte, die auch geholfen hat, natürlich die Verschuldung zurückzuzahlen.

00:16:22: Nach dem Ersten Weltkriege war es ein bisschen anders und da hat man glaube ich eine Erfahrung gemacht, die nicht nachhaltig.

00:16:30: Man hat versucht die Staatsverschuldung, die durch den ersten Weltkrieg entstanden ist dadurch zurückzuzahlen.

00:16:40: Dass man das Geld billig gemacht hat.

00:16:42: Das hat auf die kurze Frist, auf die mittlere Frist auch funktioniert.

00:16:45: Wir hatten ein doch billiges Geld finanzierten Boom Die Roaring Twenties, die Staatsverschuldung des Anteils von Porto Inlands Produkt deutlich abgesunken, aber die Rechnung kam dann neunundzwanzig mit dem schwarzen Freitag.

00:17:01: Dann platzt die durchs billige Geld erzeugte Blase die USA-Schlitter in eine Krise und das erhöht dann die Staatsverschuldung als Anteil von Mottoindernsprodukt wieder.

00:17:12: Die steigt dann weiter im Zweiten Weltkrieg der auch überwiegend mithilfe der Finanzmärkte über Kriegsanleihen finanziert wird.

00:17:21: Und dann nach dem Zweiten Weltkrieg haben wir ein sehr, sehr spannendes Modell der Entschuldung für die Vereinigten Staaten.

00:17:30: Das Modell gilt auch fürs Vereinigte Königreich übrigens – die sogenannte finanzielle Repressionen.

00:17:36: Man hält die Zinsen mithilfe der Fett niedrig oder mit den Zinslasten nicht stark steigen und so eine Politik führt in der Regel zu geringem Wachstum.

00:17:48: Aber man ergreift jetzt Schritte, die das Weltwachstum stark beschleunigen.

00:17:54: Also man bringt die Rückkehr zu einem liberalisierten Welthandel voran.

00:18:01: Das Channel Agreement of Tariffs and Trade führt dazu Das Stückweise der Welthandel liberalisiert wird.

00:18:10: Das erzeugt sehr viel Wachstum und gleichzeitig gibt es ja zwei Verliererstaaten beim zweiten Weltkrieg, zwei große Deutschland- und Japanen über die die Vereinigten Staaten von Amerika die Kontrolle haben und dort werden jetzt marktwirtschaftliche Reformen vorangebracht, die dann zusammen mit dem Wiederaufbau auch für die Weltwirtschaft eine große Wachstumsdynamik erzeugen.

00:18:35: Also aus dieser Sicht auch ein sehr erfolgreiches Entschuldungsmodell durch finanzielle Repression in Kombination mit Liberalisierung von großen Volkswirtschaften und Welthandel.

00:18:50: Aber der Prozess stockt.

00:18:52: dann Ende der sechziger Jahre, dann beginnt der Vietnamkrieg und dann beginn eigentlich schon die Zeit wo die Vereinigten Staaten von Amerika Kriege über Inflation finanzieren.

00:19:04: Die Fett kauft gezielt Staatsanleihen.

00:19:08: das hilft natürlich die Verschuldung als Anteil vom Brutto-Hinlands Produkt unter Kontrolle zu bringen aber es bremst aus auch das Wachstum aus.

00:19:18: Aus diesem Finanzierungsmuster ist man eigentlich nicht mehr rausgekommen.

00:19:21: Auch der Afghanistan-Krieg, der Irak Krieg werden so finanziert.

00:19:26: Die Kriege sind oft unpopulär.

00:19:28: deswegen versucht man die auch mit zusätzlichen Sozialausgaben zu flankieren damit es nicht zu viel Kritik gibt.

00:19:36: das führt auch zum Anstieg der Staatsverschuldung und das Modell wird nochmal nach der Jahrtausendwende sehr stark fassiert Und deswegen sind wir jetzt zu Beginn des Irak-Kriegs in der Situation, wo wir schon eine sehr hohe Staatsverschuldung – das Anteil von Portuindernsprodukt im Vereinigten Staat von Amerika haben ungefähr über hundertzwanzig Prozent.

00:19:57: des Bruttoinlandsprodukts und deswegen ist aus meiner Sicht jetzt das Potenzial die Verschuldung nochmal hochzuschrauben durch einen lang andauernden Irakkrieg vergleichsweise gering.

00:20:11: Auch deshalb erwarten wahrscheinlich die Finanzmärkte, dass man bald zu einem Kompromiss mit dem Iran kommen wird der zu einem Ende des Krieges führt und damit natürlich auch die Kosten für die Vereinigten Staaten von Amerika eindämmt.

00:20:26: Ja, aktuell gibt es gefühlt zwei Lager.

00:20:28: Die einen sagen die USA hat sich hier massiv verzettelt und langfristig mit dieser Aktion geschadet.

00:20:33: Die anderen sagen, hier steckt noch eine Strategie dahinter?

00:20:36: Was ist denn Ihre Meinung dazu?

00:20:38: Also ich würde jetzt den Amerikanern unterstellen dass sie durchaus eine Strategies haben.

00:20:42: also aus meiner Sicht wirkt das Handeln auch unter dem destruktiv sehr destruktif wirkenden Donald Trump hinter den Kulessen aus meiner und Japan vergleicht.

00:20:58: Wahrscheinlich haben sie sich dahingehend verzettelt, dass der Krieg nicht so schnell zu Ende gegangen ist wie Sie das ursprünglich erhofft haben.

00:21:06: Ich würde aber auch unterstellen, dass die USA für diesen Fall doch aus dem Plan B hatten.

00:21:12: Und die Verhandlungen gehen jetzt durchaus dahin gehend, dass man die Straße von Hormus wieder öffnen will.

00:21:19: Wir müssen ja jetzt auch sehen, dass von dieser Schließung der Straße von Hormuz nicht direkt die Amerikaner getroffen wurden, weil sie sind ein wichtiger Öl- und Erdgasproduzent.

00:21:31: Sie sind ein Öl-, Erdgasexporteur.

00:21:34: Sie profitieren vielleicht in der Tendenz noch davon, dass die Straße vom Hormus geschlossen ist.

00:21:41: Getroffen sind vor allem die Europäer, die sehr viel stärker von Öl und Gasemporten abhängig sind.

00:21:48: aber getroffen ist auch China.

00:21:49: China ist sehr stark von den Lieferungen aus dem Nahen Osten abhängig und China ist ja auch ein Verbündeter vom Iran, kann man sagen.

00:21:59: Und von daraus spekulieren die USA vielleicht auch drauf das China doch als Druck auf Iran ausübt dass Iran jetzt zu einer Lösung kommt, die zeitnah die Straße von Hormuz wieder öffnet.

00:22:15: Jetzt haben Sie es gerade schon gesagt, China ist ein Stück weit abhängig vom iranischen Öl.

00:22:19: Ich glaube rund dreizehn Prozent des ganzen chinesischen Imports kommen von Iran.

00:22:24: außerdem ist das so auch ein strategisch wichtiger Partner.

00:22:27: was glauben sie?

00:22:27: wie sehr könnte dieser Konflikt noch die Spannung weiter anhalten zwischen China und den USA?

00:22:33: Ja also man setzt ja immer jetzt das Szenario dass es große politische Spannungen zwischen China und den USA gibt.

00:22:43: Taiwan wird oft diskutiert, dann natürlich auch der Zollkonflikt der Amerikaner mit den Chinesen.

00:22:52: Wenn man jetzt aber auf die Reaktion Peekings schaut, muss man doch immer wieder feststellen das Peeking sehr gelassen reagiert, sehr ruhig reagiert.

00:23:03: Dass man da überhaupt keine Eskalation erkennen kann.

00:23:07: und für mich gibt es eigentlich eine wichtige Erklärung dafür dass die Amerikaner am längeren Hebel sitzen.

00:23:14: also die amerikaner haben mit den Kriegen jetzt in Venezuela mit dem Eingriff und den Krieg.

00:23:20: auch im Iran demonstrieren sie eine immense militärische Handlungsfähigkeit die China so wahrscheinlich nicht hat.

00:23:31: Und die USA bleiben natürlich auch die wichtigste Volkswirtschaft auf der Welt, die sich weiterhin sehr dynamisch entwickelt.

00:23:41: Die Chinesen auch sehr viel noch exportieren und von denen die Chinesien natürlich auch sehr stark abhängig sind.

00:23:49: also das wird natürlich auch dieses seltenen Erdenproblem diskutiert.

00:23:54: Ich würde trotzdem aber auch argumentieren, dass China sehr viel stärker von den USA-wirtschaftlich abhängig ist als die USA wirtschaftlich abhängig von China sind.

00:24:05: und ich würde auch argumentierend, dass in China eine Überinvestition und eine Immobilienblase geplatzt seit Jahrzehnten als erster Stufe.

00:24:16: Und im Jahrzehn-Zwahl der zweiten Stufe geht es in China eigentlich nur noch abwärts.

00:24:22: Ich sehe einen starken deflationären Prozess, der an die Phase nach den Plätzen der Aktien und Immobilienblase in Japan erinnert und damit steigt China aus meiner Sicht wirtschaftlich auch ab, der Zenitis überstritten Und wenn der EEC nicht wirklich überschritten ist, dann steigt natürlich auch wieder die wirtschaftliche Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika.

00:24:47: Auch deshalb ist China daran interessiert zu deeskalieren und hat überhaupt keine Interesse zu eskalieren – das beobachten wir auch nicht!

00:24:58: Okay, sehr interessant.

00:25:00: Sonst hört man immer das China auf der Überholspur ist und sie dabei sind die USA als größte Volkswirtschaft einzuholen aber Sie sagen dass sie mit Ihren hauseigenen Problemen zu sehr beschäftigt sind, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren wirklich erreichen werden.

00:25:15: Ja, die öffentliche Wahrnehmung, die ist ja immer sehr stark verzögert.

00:25:19: Also wir hatten zwischen zwei tausend und zweitausend vierzehn natürlich ein sehr, sehr dynamisches Wachstum in China bedingt durch sehr starke Kapitalzuflüsse aus dem Vereinigten Staaten von Amerika auch das muss man sehen bedingt Durch niedrigzinspolitik in den Vereinigen Staaten Von Amerika und auch in Japan.

00:25:40: Und in dieser Zeit ist China stark gewachsen.

00:25:43: und wenn Sie diese Wachstumsraten fortgeschrieben haben, dann sind sie natürlich zu dem Ergebnis gekommen.

00:25:49: Das ab einem bestimmten Zeitpunkt.

00:25:52: die Zeitpunkte haben natürlich je nach Berechnung variiert.

00:25:55: China wirtschaftlich größer sein wird als die Vereinigten Staaten von Amerika.

00:26:00: aber Diese Kapitalzuflüsse haben aus meiner Sicht über Investitionen bewirkt.

00:26:07: Es ist sehr viel billiges Kapital nach China geflossen, das hat aber auch dazu geführt dass viele Investitionsprojekte mit geringer erwarteter Rendite vorangebracht wurden.

00:26:18: Aus meiner Sicht ist diese über Investitionsblase schon im Jahr zwei tausend vierzehn geplatzt.

00:26:22: sichtbar wird es dann für die internationalen Kapitalmärkte zweitausend zwanzig also auch die damit verbundene Immobilienblase geplatzten.

00:26:31: Und seitdem müsste eigentlich in der Wahrnehmung sich durchsetzen, dass es in China nicht mehr aufwärts geht sondern eher abwärzgeht auch wenn die offiziell gemessenen Wachstumsraten noch über den Wachsungsraten der USA liegen.

00:26:48: Ja aber was ist mit den ganzen Innovationen die man aus China sieht wie im Elektrofahrzeugbereich Robotik oder auch KI.

00:26:54: könnten das nicht entscheidende Katalysatoren für die Wirtschaft sein?

00:26:57: Wenn sie in dem Bereich Marktführer werden

00:26:59: Ja, das ist jetzt die Frage ob Sie da wirklich Marktführer werden oder nicht natürlich.

00:27:04: Das für das sehr große Land sind diese wenigen Industrien, die sie nennen, auch sehr punktuell.

00:27:12: Wenn Sie jetzt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von China mit dem Brutto-Inlandspprodukt pro Kopp von den USA oder auch den europäischen Staaten vergleichen, dann ist es noch eine immense Lücke.

00:27:25: Und wenn ich diese Lücke als Maßgröße für unterschiedliche Produktivitätsniveaus sehe, dann haben sie noch einen immensen Rückstand von China.

00:27:35: Sie müssen überhaupt erst diskutieren ob China auch ein Entwicklungsland ist oder schon eine aufstrebende Volkswirtschaft und damit können sie natürlich für einzelne Industrien – wenn sie wollen doch aus einem Vollsprung feststellen vielleicht für die Elektroautos, die auf den internationalen Märkten aber auch abgesetzt werden können weil sie vom Staat subventioniert werden.

00:27:57: Von daher bin ich mir nicht sicher, also wir haben das auch für Japan erlebt, solange das Geld billig war und deswegen die japanische Wirtschaft sehr schnell gewachsen ist hat man die ökonomische Vorherrschaft für Japan propagiert und gesehen.

00:28:16: aber dann ist die Plase geplatzt und dann haben sich auch die Erwartungen konsolidiert und ähnliches erwarte ich auch für China.

00:28:23: Volker Hellmeier hat hier im letzten Interview gemeint, dass China die USA als Volkswirtschaft schon lange überholt haben wenn man sich die Kaufkraftbarität anschaut.

00:28:31: Was ist dann Ihre Meinung dazu?

00:28:33: Die Kaufkraftparität ist eine angepasste Berechnung und die Realität wird in Dollar gerechnet.

00:28:42: Und da sieht sie eben anders aus.

00:28:43: und Dynamiken sind aus meiner Sicht inzwischen andere, während die USA immer noch in der Lage waren ihre Wachstumsraten einigermaßen aufrecht zu erhalten auch bedingt durch sehr große Kapitalzuflüsse aus dem Rest der Welt.

00:28:57: Aus Japan, aus Europa und aus China Auch das ist ja ein Index für die erwartete Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft geht die Dynamik in China jetzt wieder eine andere Richtung.

00:29:10: Und die wahre Zukunftstechnologie, das ist die KI und wo die großen führenden KI-Unternehmen sitzen auch da gibt es eigentlich keinen Zweifel, das sind die Vereinigten Staaten von Amerika und das auch nicht China, ich kann es aus der Sicht einer Systemfrage diskutieren.

00:29:34: Wo sehe ich die Zukunft?

00:29:35: Ich sehe die Zukunft in einer marktwirtschaftlichen Ordnung Und ich sehe nicht die Zukunft in der planwirtschaftlichen Ordnung, und auch da weisen ja die Trends im völlig unterschiedliche Richtungen.

00:29:49: Während die USA immer noch in der Lage sind eine grundsätzliche marktwirtschaftliche Ordnung aufrecht zu erhalten ist das in China nicht der Fall.

00:29:57: seit die Wirtschaft den Kinder nicht mehr so gut läuft Versucht die Regierung mit sehr, sehr weitreichenden staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft das Wachstum aufrecht zu erhalten.

00:30:10: Und damit hat sich China nach einem kurzen Ausflug in Richtung Marktwirtschaft schon lang wieder planwirtschaftliche Strukturen zugewendet und da liegt aus meiner Sicht nicht die Zukunft weder technologisch noch von der strukturären Entwicklung.

00:30:26: Ja Herr Schnabel, jetzt haben Sie ja vor zwei Jahren das Buch geschrieben.

00:30:29: Deutschlands fetten Jahre sind vorbei und zu der Zeit hat man das wahrscheinlich auch noch ungern gehört.

00:30:34: aber mittlerweile kann man das auch an den Nachrichten ablesen.

00:30:37: also wirklich Schlüsselindustrie die immer mehr abwandert oder auch bei unserer Automobilindustrie wo die Gewinne eingebrochen sind.

00:30:44: was ist Ihrer Meinung nach der Hauptgrund warum wir so eine Deindustrialisierung erleben?

00:30:48: Und wie könnten wir sie jetzt am besten stoppen?

00:30:51: Ja also inzwischen ist weit hin anerkannt, dass wir ein Problem haben.

00:30:57: Das war an den Zeiten der Kanzlerschaft von Angela Merkel auch nicht so.

00:31:01: Also haben alle gesagt es läuft wunderbar!

00:31:02: Wir sind Exportweltmeister.

00:31:05: Wir haben eine dynamische Wirtschaft, wir haben eine stabile Währung und ähnliches.

00:31:08: Inzwischen ist anerkannt das es nicht so gut läuft Und die Wurzeln für diese Lage Die liegen natürlich weiter zurück.

00:31:19: Sie können sagen, die gehen zurück zur Jahrtausendwende.

00:31:22: Sie könnten auch sagen, sie gehen zurück zum Beginn der europäischen Finanz- und Schuldenkrise.

00:31:29: Weil mit Beginn einer europäischen Finanzen und Schuldenkrise haben wir uns endgültig von einer stabilen Währung verabschiedet.

00:31:37: Und das ist ja auch eine Grundthese meines Buches.

00:31:40: Das lange Zeit des Rückgrat Das wirtschaftliche Erfolgs von Deutschland war die stabile Währung, das war die harte deutsche Mark.

00:31:48: Die Produktivitätspeitsche, die aufgrund der Aufwertungen gegenüber allen anderen Währungen die deutsche Industrie zu immer neuen Produktivität gewinnen gezwungen hat sie ja die deutsche industrie immer gezwunken die Effizienz erhöhen mit Produkten auf den Markt zu kommen, die gegen aufwertungsbedingte Preiseerhöhungen auf die internationalen Märkte nicht so sensibel waren.

00:32:17: Und mit der Euro-Einführung haben wir uns einfach von dieser starken Währung abgewendet.

00:32:22: Wir haben jetzt eine Währungen eingeführt, die zunehmend in Prinzipien Frankreichs südeuropäische Staaten folgt dass wir mit niedrigen Zinsen, mit der Abwertung der Währungsstaatsausgaben und den Export begünstigen wollen.

00:32:40: Und dadurch ist die deutsche Industrie einfach träge geworden.

00:32:43: ja sie hat nicht mehr so konsequent Produktivitätsgewinn, Effizienz gewinne innovative Produkte vorangebracht und der Prozess beschleunigt sich jetzt mit der europäischen Finanz- und Schuldenkrise.

00:32:57: Da bricht der Euro ja fast auseinander, auch weil er eine Fehlkonstruktion ist, weil der Erwährungsraum zu heterogen ist Und die ECB muss es nun mit Staatsanleihen käufend dafür sorgen, dass der Euro zusammenhält.

00:33:12: Whatever it takes hat Mario Draghi gesagt.

00:33:15: Der hat dafür auch das Bundesverdienstkreuz erhalten, wie wir wissen.

00:33:20: Und das hat jetzt unterschiedliche Effekte auf unterschiedliche Länder in der Währungsunion.

00:33:25: Der Süden kann sich jetzt über Wasser halten.

00:33:28: die Staatsverschuldung in Italien Spanien Griechenland ist damit wieder tragbar und in Deutschland hat man jetzt plötzlich Hurra viele zusätzliche Ausgabemöglichkeiten.

00:33:41: und diese Ausgabe Möglichkeiten werden auch genutzt.

00:33:44: ja Deutsche Regierung weitet die Sozialausgaben sehr stark aus und sie weitet auch das muss man sehen.

00:33:52: Die Beschäftigung im öffentlichen Sektor sehr weit aus von ungefähr drei Millionen zusätzliche Erwerbstätige im öffentliche Sektoren, die aus meiner Sicht nicht so produktiv sind wie die Erwerbstätigen privaten Sektor.

00:34:08: und dann fühlt man sich auch finanziell in der Lage, jetzt sehr weitreichend Regulierungen voranzutreiben überwiegend im Umwelt- und Sozialbereich.

00:34:19: in der europäischen, auf der Ebene der Europäischen Union kommt jetzt die Taxonomie.

00:34:24: Die jetzt alle Investitionen und Unternehmen in Europa nach Klima- und Umweltkriterien einstufen will und danach Kredite vergeben will.

00:34:33: Das ist eine planwirtschaftliche Allokation von Kapital auf divers hinstreben in Europa, die natürlich auch mit sehr viel Bürokratie verbunden ist.

00:34:44: Und man kann das alles zusammenfassen dann mit der Entwicklung der Lohnstückkosten in Deutschland, die jetzt immens nach oben gehen und dadurch verliert die deutsche Wirtschaft natürlich an Wettbewerbsfähigkeit massiv.

00:35:01: Sie verliert natürlich auch an Fähigkeit jetzt Produktivität zu erzeugen, die hohe Steuer- und Abgabenbelastungen rechtfertigt.

00:35:13: Und nachdem im Jahr die ECB aufgrund gestiegener Inflationen die Zinsen erhöht, dann ist es endgültig vorbei.

00:35:23: Also werden die Nachteile dieser Politik sehr sichtbar.

00:35:27: Das Materialisiert sich für die Ampel, die sich aber in keinster Weise reformwillig zeigt Und es materialisiert sich jetzt auch für die Große Koalition, die jetzt ganz klar für alle sichtbar Reformen machen muss.

00:35:42: Aber politisch dazu nicht so richtig in der Lage ist.

00:35:46: Teile der CDU wollen das sicherlich jetzt eine Spitze?

00:35:50: Das hat man im Wochen jetzt sehr stark gesehen.

00:35:53: steht auch hier die Wirtschaftsministerin Reiche dieser Bewegung aber auch ein Teil der CDU bremst, der Sozialflügel und vor allem die SPD bremzt.

00:36:04: Die fühlt sich jetzt als Lobby der zahlreichen Staatsbediensteten und die wollen natürlich auch keine Veränderungen.

00:36:13: Ich habe es vorher schon kurz angeschnitten.

00:36:15: Die Gewinneinbrüche bei unseren Autobauern sind wirklich immens.

00:36:18: Porsche, Mercedes, VW muss Werke schließen.

00:36:22: Hier würde mich mal interessieren glauben Sie dass sich unsere deutschen Autobauer noch fangen können?

00:36:26: oder sind um Ihr Buchtitel zu zitieren hier auch schon die fetten Jahre vorbei?

00:36:31: Ja, also die vierten Jahre sind jetzt erstmal vorbei.

00:36:34: Die deutsche Industrie-Automobileindustrie war das Rückgrat des Wachstums und Wohlstandsgewinn in Deutschland.

00:36:43: Deutsche Autos hatten ja auch ein sehr hohes Ansehen auf der ganzen Welt.

00:36:48: Sehr viele Arbeitsplätze in Deutschland hängen noch von der Automobilindustrie ab.

00:36:54: Die Automobilindustrie ist jetzt in Schlinger geraten.

00:36:57: Also traditionell liegt natürlich die Stärke hier bei den Verbrennermotoren und wir wissen, wir haben auf EU-Ebene auch auf Betreiben Deutschlands hin ein Verbrennerverbot eingeführt Und gleichzeitig ist die Zukunft der Elektromotoren immer noch ungewiss.

00:37:17: Wir wissen gar nicht, wo die Zukunft der Autoindustrie liegt.

00:37:21: Liegt sie nur bei den Elektromotoren?

00:37:23: Liegt Sie nur beim Verbrenner oder legt sie irgendwo zwischendrin?

00:37:26: Ich würde sagen, sie liegt irgendwo zwischen drin.

00:37:29: aber Industrien können natürlich nur dann zielgerichtet entscheiden wenn sie kein politischen Zwängen unterworfen werden.

00:37:39: Politische Regulierungen, die sind in Richtung Drängen, die sich vielleicht gar nicht für wirtschaftlich vernünftig halten Und sie dürfen natürlich auch nicht durch umfangreiche Subventionen dazu verführt werden Entscheidungen zu treffen, technologische Entscheidungen zutreffen die Sie eigentlich nicht für vernünftig halten.

00:38:02: und alles das ist jetzt in Deutschland passiert.

00:38:06: Deswegen hat aus meiner Sicht gerade die Politik die deutsche Autoindustrie in eine Lage versetzt, die keine positive ist auch deshalb weil wir natürlich nicht allein sind auf der Welt.

00:38:17: Wir haben große Konkurrenz aus Japan aber auch aus China und der Konkurrence müssen wir uns stellen und wenn wir uns diese Konkurrents stellen wollen dann brauchen wir natürlich auch Handlungsfreiheit und die Handlungs Freiheit wird jetzt politisch sehr stark eingeschränkt Und wir müssen auch anerkennen dass natürlich der Elektromotor nicht die einzige Lösung sein kann.

00:38:43: Also wir brauchen Technologieoffenheit.

00:38:46: um Technologie-Offenheit zu haben, brauchen wir Dedegulierung und nicht noch mehr Regulierung.

00:38:53: Und vor allem nicht nur mehr Subvention.

00:38:57: Ja Herr Schnabel, dann lass uns nochmal kurz auf den Aktienmarkt schauen.

00:39:00: Sie haben sich ja bereits klar positioniert.

00:39:02: KI-Unternehmen sitzen in einer Blase auch wenn die Technologie selbst langfristig transformativ ist.

00:39:08: Jetzt sehen wir dass selbst die großen Hyperscaler wie Microsoft eine Amazon oder auch eine Meta teilweise deutlich unter ihrem Allzeit hoch liegen.

00:39:15: Viele Anleger denken jetzt günstige Einschichtshunks.

00:39:19: was ist der Ehre Meinung dazu?

00:39:21: Ja, also das KI eine zukunftsrechtige Technologie.

00:39:24: ist das so umbestritten.

00:39:26: Die Frage ist nur ob die derzeitigen Bewertungen der KI-Unternehmen wirklich rechtfertigt oder nicht?

00:39:34: Ich würde sagen nein!

00:39:36: Warum würde ich sagen, nein?

00:39:37: Also ich gehe an die ganze Frage immer mit Hilfe der Überinvestitionstheorie von Friedrich August von Heigran.

00:39:44: Die besagt, die Aktienkurse steigen dann zu stark wenn das Geld zu billig ist.

00:39:49: Das kann man natürlich sagen.

00:39:50: in den letzten Jahren haben Zentralbanken, die Zinsen angehoben durchaus aber nicht so stark das dem historischen Durchschnitt entsprechen würden.

00:40:02: Wir haben weltweit immer noch ein sehr niedriges Zinsniveau.

00:40:05: in Japan sind wir immer noch nahe null China geht eher runter.

00:40:10: In Europa tun wir uns auch schwer mit Zinserhöhungen, wir liegen deutlich unter dem Niveau von den Vereinigten Staaten von Amerika und da würde ich sagen global gesehen immer noch zu ein zu niedriges Zinsniveau.

00:40:22: Und damit eine Wahrscheinlichkeit der so Übertreibungen auf den Finanzmärkten haben.

00:40:27: Und gleichzeitig wissen wir ja, dass es in wichtigen Weltregionen auch weil wir dauerhaft niedergezinsen haben, wo die Staatsverschuldung günstigt haben läuft's in vielen Weltregion nicht gut.

00:40:41: In Japan schon seit Beginn der nineteen neunzehnte Jahre nicht.

00:40:45: In China spätestens seit zweitausend zweiundzwanzig nicht und in Europa auch nicht Ja?

00:40:51: Und damit haben wir natürlich auch viele spekulative ein Kapitalzuflüsse in die USA, wo es noch relativ gut läuft.

00:40:58: Und dann schaut man sich natürlich auch um als Investor welche Sektoren vielversprechend sind als die KI.

00:41:05: und damit haben wir neben PUL eine attraktive Technologie, die Kapital anzieht.

00:41:11: Haben auch viel push das aus meiner Sicht Übertreibungen begünstigt.

00:41:17: Wenn wir zu einer stabilitätsorientierten Geldpolitik zurückkehren was sich in den USA in gewisser Weise jetzt abzeichnet, dann würden wir auch eine Konsolidierung haben und die hat jetzt in gewisse Weise auch schon eingesetzt.

00:41:34: Und wenn wir mal den Blick nach vorne werfen, würden Sie sagen es gibt neben KI noch einen anderen super Megatrend von dem man profitieren könnte?

00:41:42: Den Sie ja schon sehen das der kommt

00:41:44: Ja, wir wissen jetzt natürlich nicht was kommt.

00:41:47: Aber ich glaube es ist nicht mehr viel übrig.

00:41:49: Also KI wirkt so ein bisschen wie Last Game in Town und wenn wir vorausschauen die gelbpolitischen Entscheidungsträger haben dann haben sie das erkannt und werden sich auch wieder einer stabilitätsorientierten Geldpolitik zuwenden.

00:42:04: Was wir interessanterweise, wenn wir wollen jetzt in den USA mit der Ernennung von Kevin Worsh als möglicherweise zukünftigen Zentralbankpräsidenten der FED auch erkennen können, die Anzahl ziehen.

00:42:19: Herr Schnabel, willkommen zum Schluss!

00:42:21: Sie sehen Bitcoin ja als interessante Beimischung zu Gold.

00:42:25: Jetzt sind sie ja wirklich Experte was Währungen und Geldpolitik angeht.

00:42:28: das ist ja wirklich ihr Kerngebiet.

00:42:30: Was sprechen Sie dem Bitcoin langfristig zu?

00:42:32: Könnte er irgendwann eine ähnliche Rolle spielen wie gold und wenn ja was heißt das für den Preis?

00:42:38: Ja, also warum waren Bitcoin und Gold jetzt in den letzten Jahren sehr attraktiv?

00:42:45: Weil wir eben einen kontinuierlich Vertrauensverlust in die Währungen hatten.

00:42:50: Wir hatten zunehmend sinkende Zinsen aufgrund asymmetrischen Geldpolitik.

00:42:56: In Krisen wurden die Zins sind stark gesenkt und in Erholungsphasen nachdenkriegen Krisen wurden sie nicht mehr entsprechend angehoben.

00:43:03: Deswegen haben die Zinsen gegen null tendiert und zunehmend sinkende Zins, dann haben die Regierungen auch dazu veranlasst die Schuldenstände immer weiter nach oben zu treiben.

00:43:13: und hohe Schulden waren in der Vergangenheit in der Historie immer eine Ankündigung für Wertverlust von Währungen Auch wenn wir das in offiziell gemessenen Inflationsraten nicht gesehen haben oder nur bedingt gesehen haben.

00:43:28: Wir haben es aber in den Gold- und Bitcoinpreisen gesehen, die jetzt als sicherer Hafen gegen den Wertverlust von Währungen immens an Wert gewonnen haben.

00:43:40: Und warum ist Bitcoin?

00:43:42: besonders attraktiv.

00:43:45: Bitcoin hat alle drei Geldfunktionen, die wir brauchen.

00:43:48: Geld hat ja drei Funktionen.

00:43:50: es hat eine Transaktionsfunktion also wir können mit Geld leichter Transaktionen machen als wenn wir Tauschhandel machen würden.

00:43:58: Es hat eine Rechenfunktion Also wir können den Wert von verschiedenen Gütern in einer einheitlichen Einheit ausdrücken.

00:44:07: auch das kann man vielleicht weniger in Bitcoin als mehr in der Unterhalenheit Satoshi.

00:44:13: Und es hat eine Wertaufbewahrungsfunktion, weil die Menge an Bitcoins wirklich glaubwürdig begrenzt ist.

00:44:22: Das macht dem Gold sehr ähnlich.

00:44:25: auch die Menge von Gold ist, weil das Schürfen sehr teuer ist, in gewisser Weise begrenzten und deswegen wird Bitcoin so lange weiter an Vertrauen gewinnen solange wir ein Wertverlust bei den Papierwährungen haben.

00:44:41: Ich argumentiere, dass wir in den USA jetzt möglicherweise eine Anzeichen für eine gelbpolitische Wende erkennen können.

00:44:49: In Europa und Japan und China können wir das nicht erkennen.

00:44:53: Und von daher wäre ich der Meinung, dass Bitcoin jetzt weiter an Vertrauen gewinnen wird auch wenn man mit der Ernennung von Kevin Worsch jetzt als möglichen zukünftigen Zentralbankpräsent in den USA durchaus einen starken Einbruch hatten bei Bitcoin.

00:45:08: Wenn ich aber auf den langfristigen Trend, Bitcoin ist ja sehr volatil, schaue dann sehe ich Bitcoin dennoch weiter im Aufwärtstrend bis zu dem Tag wo wir eine glaubwürdige Stabilisierung dieses Fiat Geldsystems, das Papiergeld Systems haben werden

00:45:28: Sagt Gunter Schnabel, Direktor von Flosbach von Storch Research Institute.

00:45:32: Vielen Dank Herr Schnabel dass Sie sich die Zeit genommen haben und war sehr leereich auf jeden Fall und vielleicht sprechen wir das dann schon bald wieder?

00:45:38: Ja lieber Europea auch sehr gerne!

00:45:40: Vielen Dank für das nette Gespräch.

00:45:42: Ja liebe Zuschauer, ich hoffe euch hat das Interview gefallen.

00:45:44: Wenn dem so ist, lasst uns gerne ein Like da und natürlich gerne unseren Kanal abonnieren.

00:45:47: Schreibt uns unten gern in die Kommentare was eure Meinung zu den ganzen Themen ist.

00:45:51: Und hier im eingeblendeten Video seht ihr das Interview, was ich letzte Woche mit Moritz Hessel geführt habe Sehr interessant.

00:45:58: Da erfahrt ihr wie ihr das nächste Amazon findet Und sonst würde mich sehr freuen wenn ihr beim nächsten mal wieder dabei seid bei Finance Experiment Interview.

00:46:04: Bis dahin Ciao Ciao.