Inflation wird noch viel schlimmer!

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00:00:00: Ja

00:00:20: liebe Zuschauer, damit hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Finanzexperten mit Interview.

00:00:25: Heute haben wir einen ganz besonderen Gast.

00:00:27: Er war Chef-Ökonom bei DIGUSA, also einem der größten Goldhändler Europas.

00:00:32: Er ist Auto von mehreren Büchern und vom Boom im Bustreboard.

00:00:35: Er is einer der bekanntesten Ökonomen in Deutschland und außerdem er Präsident des Ludwig von Mises Institut als ein absoluter Verfechter der österreichischen Schule!

00:00:44: Ich freu mich sehr dass er heute hier ist.

00:00:45: Herzlich willkommen an Dr.

00:00:46: Thorsten Polleyt.

00:00:49: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:50: ich freue mich zu Gast sein.

00:00:51: Ja Herr Pollet, wir werden heute über viele spannende Themen sprechen.

00:00:55: Zum einen das mögliche Ende der Iran-Krise die Zins und Inflationsentwicklungen dann natürlich auch über ihr Spezialgebiet also Edelmetall und Rohstoffe und noch vieles mehr war.

00:01:05: erst einmal möchte ich anfangen mit der boomen Bass Theorie also Ausschwung und Zusammenbruch von der sie ja überzeugt sind.

00:01:12: können Sie uns das vielleicht mal kurz näher bringen und sagen wo wir aktuell im Finanzmarkt lauter Theorie stehen?

00:01:19: Also man muss ja nur in die Wirtschafts- und Finanzmarktgeschichte schauen, um zu erkennen dass es immer wieder Phasen gegeben hat von Boom und Bast.

00:01:27: Die Boomphasen das sind die Perioden in der die Wirtschaft besonders stark expandiert, die Unternehmen hohe Gewinne machen.

00:01:34: Es gibt neue Innovationen, neue Arbeitsplätze werden geschaffen, die Einkommen steigen Und diese Prosperitätsphasen werden dann häufig gefolgt von sehr scharfen wirtschaftlichen Einbrüchen.

00:01:45: Das ist die sogenannte Bastphase Also Boom und Bust in der Wiederkehr, die immer schon die Ökonomen interessiert haben.

00:01:56: letztlich begonnen schon darüber nachzudenken gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts und Anfang des zwanzigsten Jahrhunders insbesondere durch die Vertreter der österreichischen Schule, der Nationalökonomik.

00:02:08: Also Namen wie Karl Mänger und Eugen von Böhm-Bahrwerk, insbesondere natürlich Ludwig von Mises aber auch Friedrich August von Hayek.

00:02:16: Die haben also sehr intensiv darüber gearbeitet und wollten in Erfahrung bringen.

00:02:20: Woher kommt das denn?

00:02:21: Dass es diese Abfolge von Boom und Bass gibt?

00:02:25: Die Antwort war, das liegt im Geld- und Banksystem.

00:02:30: Das ist ein Geldsystem was wir beispielsweise heute haben in der Perkreditvergabe neues Geld in Umlauf gebracht wird und dadurch werden die Marktzinsen herunter manipuliert.

00:02:40: und dann gibt es über Konsum und viele Investitionen gibt es eben Boom und Bust.

00:02:45: in aller Kürze also die Vertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomik die haben eine sehr umfangreiche Erklärung vorgelegt wie man denn diese Phänomene erklären kann.

00:02:57: Und Sie fragten auch, wo stehen wir heute?

00:03:00: Ja, Herr Ropeo das ist im Grunde... Ein Fiat-Geldsystem, was wir heute weltweit vorfinden.

00:03:08: Also US-Dollar Euro der chinesische Renminbi, der japanischen Händers britische Pfund.

00:03:13: Die sind alle sozusagen nach der gleichen Blaupause konstruiert.

00:03:17: Es handelt sich hier um ungedecktes Geld oder sogenanntes Fiatgeld und das ist genau das Geldsystem, dass die Ökonomen in der österreichischen Schule immer schon kritisiert haben.

00:03:26: Das sorgt eben systematisch für Boom und Bust.

00:03:30: Und wir sind mittlerweile sicherlich in einem Fortgeschrittene in einer fortgeschrittenen Boomphase, wo die Zentralbanken versuchen, die Zinsen noch möglichst niedrig zu halten.

00:03:40: Die Aktienmärkte expandieren weiter aber früher oder später wird es zu einem Bust kommen.

00:03:45: das lässt sich theoretisch allerdings nicht genau fixieren also zeitlich bestimmen.

00:03:50: Aber nochmal auf ihre Frage würde ich antworten wir sind in einer Spätphase des Booms was nicht heißt dass nächstes das nächste Woche im nächsten Monat oder im nächsten Quartal ein Einbruch schon kommt aber er wird kommen.

00:04:04: Ganz ehrlich, hast du schon mal drüber nachgedacht dein Geld außerhalb von Deutschland anzulegen?

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00:05:09: Schnell sein lohnt sich.

00:05:10: und jetzt geht's schon weiter beim Interview.

00:05:11: Wenn Sie von einem Einbruch sprechen dann sprechen sie ja nicht nur vom Aktienmarkt oder dass es da eine stärkere Korrektur geben wird sondern generell das das System wahrscheinlich infrage gestellt wird das vier Geldsystem weil die Verschuldungen so hoch sind.

00:05:24: ich hatte Mark Friedrich hier zu Besuch.

00:05:29: ich ziehe Tiere, der Fisch geputzt ist sozusagen dass man das System nicht noch weiter am Leben halten kann.

00:05:35: Sprechen Sie da ungefähr dieselbe Zeit an oder was ist da Ihre Meinung?

00:05:41: Also grundsätzlich vielleicht starten wir nochmal mit einem mit einigen Anmerkungen zur Theorie.

00:05:46: also was die Österreicher versucht haben zu erklären ist beispielsweise dass in solchen Boom- oder Bastphasen alle Industriezweige größermaßen betroffen sind.

00:05:56: Also nicht nur es sich zeigt, dass in einer Branche fehl Investitionen stattgefunden haben sondern dann offenbart sich auf einmal das in der Stahlindustrie wie auch in der Konsumgüterindustrie wie in den Investitionsgütern Industrie im Bankensystem eben Probleme aufgelaufen sind die sich dann zeigen.

00:06:13: also das ist sozusagen ein Phänomen was die gesamte Wirtschaft erfasst Und ich sagte bereits, theoretisch kann man das tatsächlich ergründen.

00:06:23: Wo liegen die Ursachen?

00:06:24: Es ist weitaus schwieriger in der Praxis zu sagen wann kommt es denn tatsächlich zu einem Zusammenbruch?

00:06:30: also um ein Beispiel zu geben wenn die Verschuldung immer weiter steigt dann sinkt natürlich tendenziell die Schuldentragfähigkeit von Staaten von Banken von Konsumenten aber auch von Unternehmensbilanzen.

00:06:42: Aber dann kann es sein dass beispielsweise technologische Neuerungen eine Produktivitätserweite hervorbringen und dadurch wird gewissermaßen die Schuldentragfähigkeit wieder etwas erhöht.

00:06:53: Und der Bohm, eigentlich der Bass, der auf den Bohmen folgen müsste, er wird dann weiter in die Zukunft verschoben.

00:07:00: also Herr Roperro da merken Sie schon es ist gar nicht so einfach aus der Theorie dann die richtige Antwort für die Praxis zu formulieren weil es so viele Einflussfaktoren gibt.

00:07:10: Aber es ist natürlich unbenommen, dass die Schuldensituation gewaltig ist.

00:07:14: Also nicht nur hier in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika sondern weltweit.

00:07:18: Und das alles davon abhängt, dass Zinsen weiter tief bleiben.

00:07:23: Dass Investoren bereits sind, die fälligen Schulden durch neue Schulden zu ersetzen.

00:07:28: Und wann das Vertrauen dann erodiert?

00:07:30: Wann dieser Schuldenturm in sich zusammenfällt?

00:07:32: Das lässt sich wirklich schwer vorhersagen.

00:07:35: Und vor allem noch eine wichtige Anmerkung dazu In der Theorie folgt eben der Bast auf den Boom, weil man davon ausgeht die Staaten, die Zentralbanken greifen nicht weiter ein und lassen den Bast gewähren.

00:07:50: Also größermaßen als Bereinigungsmechanismus der Volkswirtschaft.

00:07:54: Wir leben natürlich heute in einem Wirtschaftssystem, in dem der Staat und seine Zentralbank fortwährend intervenieren.

00:08:00: Das heißt sie greifen in das Marktgeschehen ein drücken beispielsweise die Zinsen künstlicher runter sprechen sozusagen heimliche Versicherungen aus, die die Investoren dann versichern dass man weiterhin Staatsanleihen oder Schuldpapiere von Banken kaufen kann.

00:08:18: Und das führt dann tendenziell dazu, dass das Marktsystem ausgehebelt wird dass also die Marktkräfte gar nicht mehr in der Lage sind, diese Bereinigung, die eigentlich erforderlich ist hervorzubringen.

00:08:29: Und das Ergebnis eines solchen fortgesetzten Interventionismus ist dann, dass die Marktwirtschaft de facto komplett zerstört wird und die Volkswirtschaft rutschen dann in so etwas, das kann man als Lenkungs- und Befehlswirtschaft charakterisieren.

00:08:44: Also die Banken sind da weiter liegen.

00:08:45: Lequide, auch die Unternehmen sind weiter liquide aber es herrscht dann einen de facto Neosozialismus der mit natürlich gewaltigen Einschränkungen in den Freiheiten von Bürgern und Produzenten verbunden ist.

00:08:56: Aber dann kommt das eben nicht zunächst zu einem Zusammenbruch wie man das vielleicht aus dem Jahre neunzehnhundertneinundzwanzig noch vor Augen hat also breit angelegte Firmen zusammenbrüche Massenarbeitslosigkeit Die Alternative, und ich denke das ist das wahrscheinliches Szenario für die westliche Welt ist.

00:09:13: Dass man eben in so eine Lenkungs- und Befehlswirtschaft abrutscht also mit totaler digitaler Bewachung, die dann auch noch dahin zukommt... Also insofern glaube ich das Gespräch was wir heute führen über die Problematik letztlich des staatlichen organisierten Fiatgeldsystems ist unheimlich wichtig um eben eine schlimme Konsequenz noch abwehren zu können.

00:09:38: Ja, interessanterweise hat er jetzt die EZB um den Laitzens angehoben.

00:09:45: Da wir in der Eurozone eine relativ hohe Inflationen haben von rund drei Komma zwei Prozent und das ist eigentlich bei einem niedrigen Wachstum von glaube ich rund Null Komma acht Prozent Was ist da ihre Meinung?

00:09:56: Hat die Ezeb hier die richtige Entscheidung getroffen?

00:09:59: Also ich glaube, es ist ganz wichtig zunächst mal sich vor Augen zu führen was Inflation eigentlich ist.

00:10:04: Denn viele Menschen haben häufig sehr unterschiedliche Vorstellungen davon was bei Inflations eigentlich gemeint ist.

00:10:10: also die Standarderklärung ist Inflacion ist ein Prozess zeitlich gestreckt in dem die Güterpreise in Höhe gehen alles teurer wird, Turnschuhe, Äpfel, Urlaubsreisen.

00:10:23: Alles verteuert

00:10:23: sich.".

00:10:24: Das ist gewissermaßen Inflation.

00:10:27: und dann gibt es ökonomisch betrachtet die Frage was sind denn die Ursachen dieser Inflasion?

00:10:32: Und ich bin beispielsweise ein Vertreter einer Schule, die sagt Inflacion ist immer und überall ein monetäres Phänomen.

00:10:40: also das heißt wenn die Geldmenge zu stark ausgeweitet wird dann steigen früher oder später die Güterpreise oder anders gesagt da nimmt die Kaufkraft des Geld es ab.

00:10:49: Also wenn die Zentralbank die Geldmenge üppig ausweitet, dann bekommt man früher oder später immer weniger Güter für sein Geld.

00:10:56: der Kaffee wird teurer im Café oder im Kaufhaus steigt der Preis der Schuhe.

00:11:02: das ist also Geldmengeninflation als Ursache und Das Symptom, die Folge ist eben diese Güterpreisinflation.

00:11:12: Was man derzeit im Euraum beobachten kann, ist richtig – die sogenannte offizielle Teuerungsrate liegt bei drei Komma zwei Prozent im letzten Monat und das ist natürlich unangenehm für alle Konsumenten.

00:11:23: Es ist höher als was die Europäische Zentralbank den Menschen versprochen hat.

00:11:28: Und der Grund für diese Preissteigung ist natürlich der Energiepreisschock.

00:11:32: Durch die Angriffe der Amerikaner und der Israelis auf den Iran hat es eine Unterbrechung, insbesondere der iranischen Ölversorgung gegeben.

00:11:41: das kommt noch zur Verknappung des russischen Öls auf dem Weltmarkt hinzu.

00:11:46: Das drückt jetzt die Energiepreise stark in die Höhe.

00:11:49: man spricht hier von einem Angebotschock, ein Preis-Angebotsschock.

00:11:55: Der ist also nicht angefeuert durch übermäßig hohe Geldmengenwachstumsraten und das führt dazu dass die Menschen tendenziell verarmen.

00:12:04: um ihnen ein Beispiel zu geben Vor Energiepreis Schock konnten Sie mit hundert Euro zur Tankstelle fahren, Ihr Auto voll tanken und mit den restlichen vierzig Euro konnten sie bei Rewe ihren Einkaufskorb füllen.

00:12:16: Jetzt fahren Sie zu Tankstellen tankenvoll und dann ist der Hunderte ausgegeben.

00:12:20: Und das heißt wenn Sie den gleichen Energiekonsum beibehalten wollen müssen Sie auf die Nachfrage nach anderen Gütern verzichten.

00:12:27: Das ist ein Verarmungseffekt!

00:12:29: Und darauf reagiert die EZB jetzt mit Zinserhörungen.

00:12:32: Das befördert natürlich noch den Abwärtsdruck auf Wachstum und auch auf den Beschäftigungszuwachs, also ich halte das für extrem unproduktiv.

00:12:41: Zumal die Geldmenge im euren Raum nur etwa um zwei Prozent steigt.

00:12:46: nach Abzug der Inflation ist das Geldmengenwachstum negativ und das drückt auch nochmal die Konjunktur nach unten.

00:12:54: Viel weiter wird es nicht nach oben gehen.

00:12:56: Und die EZB wird wahrscheinlich sehr bald, die Zinsen wieder senken sobald sich die Möglichkeit dafür eröffnet also beispielsweise wenn die Energiekosten wieder runtergehen und die Inflationszahl im Monat veröffentlicht werden ebenfalls nachgeben.

00:13:12: Ja, weil Sie jetzt gerade schon gemeint hatten der Iran Krieg scheint jetzt vorerst mal ein Ende zu nehmen.

00:13:18: Zumindest gibt es jetzt ein Deal, das zwar noch nicht unterschrieben aber bis Freitag soll die Tente trocken sein.

00:13:24: Der Ölpreis WD ist ja auch gleich mal um über twenty-fünf Prozent runtergekommen.

00:13:29: also hat diese Spekulation auf den ÖlPreis erst einmal einen Ende.

00:13:32: und was bedeutet das für uns hier in Deutschland?

00:13:34: normalisiert sich jetzt hier auch die Spritpreise oder dauert das auch weil man öfter gehört hat dass jetzt so viel Infrastruktur und Raffinerien zerstört sind dass es noch Monate oder Jahre sogar dauern kann.

00:13:45: Ja, gegen Jahresanfang habe ich natürlich auch schon drüber nachgedacht.

00:13:50: Was passiert mit den Energiepreisen im Laufe des Jahres?

00:13:54: Der Ölpreis war brand... Die Sorte Brand war etwa sechzig Dollar und ich habe damit gerechnet, dass das weiter runter geht also Richtung vierzig Dollar pro Fass.

00:14:06: Dann kam der Iran Krieg und entsprechend eine massive Preissteigerung.

00:14:10: aber in der Tendenz wenn der Frieden dort tatsächlich zustande kommt im Iran dann rechne ich damit, dass die Energiepreise massiv sich absenken werden, weltweit.

00:14:21: Das Angebot an fossilen Brennstoffen wieder zunehmen wird weil insbesondere viele Volkswirtschaften der Welt sich abkehren von dieser fanatischen grünen Klimapolitik und wir versuchen werden das Energieangebot weiter auszuweiten.

00:14:35: Also das neue Motto in vielen Volkswirtschaften, insbesondere auch in Amerika wird heißen Energy expansion.

00:14:43: Die Expansion des Energieangebots und es kann natürlich etwas dauern bis dieser Effekt dann durchschlägt weil man in den letzten Monaten oder Wochen stark von den Reserven gelebt hat.

00:14:54: also beispielsweise die Amerikaner haben eher die strategische Ölreserve angezapft.

00:15:01: Absinkt das Angebot, sich normalisiert wird man natürlich auch eine gewisse zusätzliche Nachfrage nach Öl.

00:15:07: Zusätzlich zum laufenden Verbrauch beobachten können um die Vorräte wieder aufzufüllen.

00:15:14: aber in der Tendenz kommt die Energiepreise runter da bin ich relativ sicher und das wird sich ja auch in Deutschland zeigen.

00:15:22: Aber in Deutschland ist natürlich das Problem, dass viele Gebühren und Steuern noch den Spritpreis belasten.

00:15:29: Hier liegt das eigentliche Problem.

00:15:31: hier sind Formen natürlich dringlich erforderlich.

00:15:35: also man kann nur hoffen, dass deutsche Politik sich einsichtig zeigt und ab sich abkehrt von dieser massiven Verteuerung der Energie die Deutschland also Wettbewerbsnachteile bringt, die kaum mehr aufzuholen sind.

00:15:51: Bleiben wir noch ganz kurz bei den Zinsen.

00:15:53: Sie haben ja gerade gemeint, dass langfristig die Zins sind wahrscheinlich wieder runter kommen werden.

00:15:56: Jetzt haben aber aufgrund der Erhöhung der EZB viele Banken ihre Zinsprodukte angepasst.

00:16:01: also es gibt jetzt teilweise auch Tagesgeld-Aktionszins von vier Prozent.

00:16:06: Aber könnten gerade jetzt wieder Zins Produkte vor allem für Fest Geld was man ja auch auf längere Zeit laufen kann und in fixem Zins wie heute bekommt.

00:16:15: Könnte das Sinn machen als Anlagestrategie aktuell da die guten Zins mitzunehmen?

00:16:23: Also der Leitzzins ist ja jetzt bei zwei Prozent, ein Viertelprozentpunkten angekommen.

00:16:29: Und beispielsweise die zehnjährige Rendite der Bundesanleihe ist bei etwa drei Prozent.

00:16:36: Das sind natürlich immer noch relativ niedrige Zinssätze und wenn sie irgendwo vier Prozent Zinsangeboten bekommen dann sollte man mal genau hinsehen was steckt denn dahinter?

00:16:46: Was investiert denn die Bank?

00:16:47: Also tendenziell ist das mit einem höheren Risiko verbunden.

00:16:50: Da sollte der Anleger also genau prüfen hinter dem Zins-Angebot steckt.

00:16:54: Grundsätzlich, Herr Rupero, gebe ich zu Bedenken.

00:16:57: die Zinsen sind in nominaler Rechnung also nach wie vor relativ niedrig und die tatsächliche Inflation, also die tatsächliche Geldentwertungsrate liegt meines Erachtens deutlich höher als als die offiziell ausgewiesene Inflations.

00:17:14: Also persönlich, ich denke meine persönliche In Flation liegt vermutlich bei mindestens sieben Prozent pro Jahr derzeit Und ich rechne auch, wenn ich Kapitalanlagen tätige nie mit einer Inflation von zwei oder drei Prozent.

00:17:27: Ebenweilig der Auffassung bin die tatsächliche Geldentwertung ist viel höher.

00:17:32: also kurz gesagt natürlich mindert dann ein Zins Die Verluste, die man ansonsten als Geldhalter zu tragen hat.

00:17:40: aber Ich glaube nicht dass man seinen Vermögen erhalten bzw vermehren kann in absehbarer Zukunft, indem man Zinsprodukte hält.

00:17:49: Also gängige Staatsanleihen erwirbt oder Unternehmensanleih mit hohem Credit Rating.

00:17:55: die bringen nicht die Zinzhöhe, die sie eigentlich brauchen um ihr Kapital zu halten bzw.

00:18:00: zumären.

00:18:01: und vielleicht an der Stelle füge ich auch hinzu es gibt für jeden sein Geld anlegt eine Formel, die jeder vor Augen haben sollte.

00:18:13: Und das ist man muss einen positiven realen Zins oder eine positive reale Rendite auf sein Kapital nach Steuern erzielen um eben das Kapital zu halten beziehungsweise zumären.

00:18:28: Das heißt also um im Beispiel zu bleiben der Zins den sie bekommen ist vier Prozent Die inflation, die tatsächliche Inflation ist fünf Prozent.

00:18:37: Da machen Sie einen Verlust vor minus ein Prozent pro Jahr in realer inflationsbereinigter Rechnung.

00:18:44: den Steuereffekt lassen wir jetzt mal außen vor.

00:18:46: und da erkennt man schon ganz wichtig Man muss immer nach Inflasion denken Rendite nach Abzug der Teuerungsrate das ist die Zielgröße plus dann die Berücksichtigung der Steuereffekte weil man natürlich auf nominale Kapitalerträge zur Kasse gebeten wird durch den Staat.

00:19:03: Und insofern, das ist glaube ich eine gute Formel mit der man stets überlegen kann die man auch praktikabel anlegen kann.

00:19:13: An alle Investitionsmöglichkeiten die dem Investor vorangetragen werden, die ihm vorgelegt werden.

00:19:20: Also dann führt kein Weg am Aktienmarkt vorbei, vor allem die Unternehmen haben ja auf den Vorteil dass Inflation sich direkt in der Bilanz durchschlägt.

00:19:28: Also Inflationssorgt auch meistens sehr für steigende Aktienkurse.

00:19:32: ist das richtig?

00:19:35: Nein, das ist nicht richtig.

00:19:38: Manchmal ist es richtig in Ländern die eine Hochinflation haben also beispielsweise in der Türkei konnten sie das beobachten oder jüngsten Argentinien also wo Sie hoch und Hyperinflationen haben.

00:19:50: und dann setzt eine regelrechte Fluchtbewegung ein aus dem Geld.

00:19:54: Also man muss nicht das vorstellen wie eine heiße Kartoffel, die dann herum gereicht wird.

00:19:57: Jeder möchte diese heiße Kartoffeln loswerden und dann greift man eben zu Sachgütern insbesondere Aktien.

00:20:03: Und dann haben sie das Phänomen dass bei steigender hoher Inflation auch die Aktienkurse profitieren.

00:20:09: in den westlichen Volkswirtschaften ist die inflation noch nicht so hoch und hier gilt es zu berücksichtigen.

00:20:14: Deswegen auch nur ein Einwand, man nicht immer davon ausgehen kann dass Aktien ein guter Inflationsschutz sind.

00:20:21: Warum?

00:20:22: Eine Unternehmung verdient natürlich Gewinne im einfachsten Fall indem sie Umsätze macht also Dinge verkauft und davon zieht man dann die Produktionskosten ab.

00:20:33: und diese Differenz das ist der Gewinn.

00:20:36: Und es gibt Unternehmen die leiden bei Inflation weil beispielsweise die Kosten der Produktion ansteigen für Löhne für Energie Also die Kostenseite nimmt zu.

00:20:46: Aber den Unternehmen gelingt es nicht, dieser erhöhten Kosten aufzufangen in erhöhte Umsätzen.

00:20:52: Weil beispielsweise die Leute bei erhöhter Inflation die Güter nicht mehr kaufen oder weil sich die Preise nicht tatsächlich anheben lassen.

00:20:59: und dann geraten diese Unternehmen in einer Inflationsphase in Bedrängnis.

00:21:03: der Gewinn steigt nicht bzw.

00:21:06: geht zurück und daran erkennen sie schon die Gewinne sind letztlich das was den Aktienkurs treiben also die erwarteten Gewinnen.

00:21:14: Nicht alle Unternehmen sind in der Lage, in Inflationsphasen positive Gewinne zu machen.

00:21:21: Eine positive Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erzielen.

00:21:25: und deswegen suche ich auch persönlich weil ich glaube die Inflation wird in den nächsten Jahren noch viel schlimmer werden nach Unternehmen vorzugsweise, nach Unternehmen, die ein sogenanntes inflationsresistentes Geschäftsmodell haben also genau in diesen Geldentwertungsphase noch in der Lage sind, eine positive reale Verzinsung auf das eingesetzte Kapital zu erzielen.

00:21:48: Also beispielsweise dann Basiskonsumgüter-Unternehmen jetzt natürlich keine Anlageempfehlung aber wie eine Proctine Gamble ne Coca Cola Markenklamotten oder auch Luxusegment die einfach gut ihre Produkte verkaufen können obwohl die Preise steigen.

00:22:02: ist es richtig?

00:22:05: Also solche Inflationsresistenten, Geschäftsmodelle haben bestimmte Eigenschaften.

00:22:09: Es gibt eine Reihe von Eigenschaft und einer Eigenschaft ist beispielsweise... Das sind häufig Firmen, die wenig Vermögen oder Kapital einsetzen müssen um ihre Produkte herzustellen und zu verkaufen.

00:22:22: Das ist im englischen Sprachgebrauch sogenannte Asset Light Firmen.

00:22:27: Und der Vorteil dieser Firmen oder dieser Eigenschaft ist dass man in Phasen in der es zur Teuerung kommt keine erhöhten Kosten zu bezahlen hat um Kapital Reinvestitionen vorzunehmen.

00:22:39: ein Beispiel dafür Eigenschaften von Unternehmen, die in der Phase förderlich sind.

00:22:46: Wenn sie in der Lage sind ihre Produktpreise anzupassen also der Verbraucher bereit ist mehr zu zahlen oder vielleicht de facto auch gezwungen ist mehr Zuzahlen.

00:22:57: Also man könnte beispielsweise beispielhaft denken Microsoft zum Beispiel.

00:23:01: Die meisten Menschen haben Microsoft Excel oder Windows auf ihrem Computer und können das auch gar nicht so schnell austauschen gegen eine andere Software oder wollen das auch nicht?

00:23:12: Und dann kann Microsoft natürlich in Inflationsphasen die Gebühren, die erhoben werden für die Nutzung der Software anheben.

00:23:18: Das sind vielleicht mal zwei Illustration von Eigenschaften, die Firmen haben sollten und müssen um inflationsresistent zu sein.

00:23:28: Dann kann es auch in verschiedenen Branchen anzutreffen sein.

00:23:31: Es gibt Unternehmen, die können das im Konsumenten Bereich.

00:23:35: Es gibt aber auch Firmen, die können das im Investitionsgüterbereich.

00:23:38: da muss man also sehr selektiv vorgehen.

00:23:41: Aber prinzipiell Herr Rupert, stimme ich Ihnen da sehr zu.

00:23:45: Ich glaube es macht sehr viel Sinn für Anleger die ihr Kapital erhalten oder mehren wollen sich abzukehren vom Zinsmarkt und sich hinzuwenden zum Aktienmarkt also das investieren in Produktivkapital.

00:23:58: Das scheint mir dann doch der bessere Weg zu sein um die Problematiken die wir bereits angesprochen haben handhabbar zu machen und letztlich eben das eigene Kapital zu schützen.

00:24:11: Und auch mehren zu können.

00:24:14: Ich glaube, das machen auch die meisten unserer Zuschauer.

00:24:16: aber hier mal gefragt.

00:24:17: Schreibt uns gerne mal unten in die Kommentare.

00:24:19: Setzt von euch jemand auf Zinsprodukte oder seid ihr all-in am Aktiemarkt?

00:24:23: Wird uns gern interessieren und natürlich auf dem Weg dahinten.

00:24:25: schon mal ein Like da lassen für Herrn Pauler jetzt dass er sich die Zeit genommen hat und natürlich Kanal abonnieren damit dir keine spannenden Finanzvideos mehr verpasst.

00:24:32: Ja Paul, dann müssen wir auch mal kurz auf die KI-Geschichte schauen.

00:24:36: Das ist ja eigentlich genau das Gegenteil von dem was Sie gerade gesagt haben also hohe Verschuldungen.

00:24:41: Auch bei einer hohen Inflation und steigenden Zinsen Ist es schlecht für das Geschäftsmodell weil die Refinanzierungskosten einfach höher werden.

00:24:49: Jetzt gibt's Gefühl zwei Lager.

00:24:50: Die einen sagen okay Das Gleichzustellen mit Dotcom-Blase und man sieht auch vergleichsweise hohe Bewertungen wie damals, und auch vor neunzehnundzwanzig also kurz nachdem der Markt dann auch gecrasht ist.

00:25:02: Und da kann man sich mehrere Kennzahlen anschauen.

00:25:03: Da gibt es, wir können mal einblenden vom Bloomberg eine interessante Analyse und die anderen sagen Nee, das ist nicht gleichzustellen.

00:25:12: Die Produktivität durch KI wird extrem steigen die Gewinne und die Umsatzwachstum wird kommen und wird diese Kurse rechtfertigen.

00:25:20: In welchen Lager sind Sie?

00:25:21: Und wie schätzen sie die aktuelle Lage ein?

00:25:25: Also grundsätzlich bin ich ein Technologiefreund und ich glaube auch dass Innovationen aus dem Unternehmenssektor letztlich Für die Wirtschaft, für die Weltwirtschaft einen Gewinn darstellen und natürlich gibt es da immer Vorstöße auf sicherem Boden stehen.

00:25:41: Es gibt dann aber auch immer wieder Entwicklungen, die enttäuschen.

00:25:44: also ich gehe da letztlich optimistisch heran wenn ich diese Entwicklungen schaue.

00:25:51: als Investor bin ich dann allerdings sehr vorsichtig, also vielleicht eine grundsätzliche Anmerkung.

00:25:58: Ich investiere nur und ich empfehle auch Investoren mit denen ich zu spreche nur tatsächlich in Firmen zu investieren deren Geschäftsmodelle man mit hinreichender Wahrscheinlichkeit versteht oder einstufen kann um und das ist ganz wichtig Herr Rubero letztlich herauszufinden Richtig bewertet, ist sie überbewertet oder ist sie vielleicht unterbewertet?

00:26:22: Und das ist letztlich die Geredchenfrage.

00:26:24: Das beste Unternehmen was Sie finden können.

00:26:27: wenn Sie das zu teuer kaufen wird es keine gute Investition sein.

00:26:31: Und gleichsam kann man auch ein mittelmäßiges Unternehmen aufspüren, wenn man das zu einem extrem niedrigen Kurs kaufen kann.

00:26:38: Kann das zu einer extrem guten Investition werden?

00:26:41: Was dahinter sich verbirgt ist der sogenannte Preis versus Wertprinzip.

00:26:45: Der Preis ist der Börsenkurs.

00:26:46: den sehen Sie, den sehe ich minütlich sehr kündig.

00:26:51: Der Wert ist das was man ermitteln muss.

00:26:53: als Investor muss man sich heransetzen und abschätzen wie sind die Gewinne künftig?

00:26:58: eins zu schätzen, expandiert das Unternehmen in den kommenden Jahren.

00:27:03: Wer sind die Konkurrenten?

00:27:04: Wie wirkt sich das auf das Gewinnprofil aus?

00:27:07: und bei einigen Branchen kann man es nicht.

00:27:12: Bei der IT-Revolution, jetzt komme ich zurück zur Ereingangsfrage bin ich da etwas zurückhaltend.

00:27:18: Ich sehe eher große Gelegenheiten in anderen Branchen derzeit, ich bin auch sozusagen nicht so sehr getrieben vom Investieren in Themen.

00:27:33: Wenn Themen nähen sind, dann hat man ja häufig – merken Sie auch an Ihren Gesprächspartnern kann man beobachten den Drang damit zu machen.

00:27:39: Und ich halte mich immer an dieses Preis-versus-Wert-Prinzip.

00:27:43: Ich versuche das auszuwählen was ich haltwegs verstehe und versuche es zu bewerten.

00:27:49: wenn ich mich an ein IT-Unternehmen herantraue lege die gleichen Maßstäbe zugrunde.

00:27:54: aber ich würde jetzt nicht ohne hinreichend versichert zu sein, mich versicher zu fühlen in den IT Boom.

00:28:02: Mich einkaufen.

00:28:03: und wie gesagt weil ich eben auch sehe in anderen Ecken des Marktes gibt es für mich bessere handhabrare Investitionsmöglichkeiten.

00:28:14: Die aktuell vielleicht wegen der ganzen KI-Euforie bisschen hinterherhängen aber die dann vielleicht in den nächsten Jahren wenn da mal ein bisschen die Luft rausgeht auch wieder besser performen können wahrscheinlich oder?

00:28:25: Das ist eine Grundwahrheit.

00:28:27: Gute Investoren sind ja nicht diejenigen, die immer im Scheinwerferlicht stehen und die zu jeder Zeit sozusagen das Richtige... zu machen scheinen.

00:28:38: Das gehört eben auch zum Investieren, dass man das macht was andere nicht machen denn nur so wird man letztlich auch zu hohen Renditen kommen.

00:28:46: Denn wenn man das Macht was alle machen dann kommt man auch nur mit der Rendite letztlich hinten heraus.

00:28:52: also erzielt diese Rendite die alle anderen auch erzielen.

00:28:55: und wer eine Überrendite erziehlen möchte also wer tendenziell über fünf zehn Jahre besser abschneiden möchte als der Markt und glaubt er kann das tun Der muss eben anders vorgehen als der Konsensus.

00:29:07: Und er muss auch mal Phasen akzeptieren, wo er sozusagen meint die ganze Hammelherde läuft an einem vorbei und man selber fällt zurück und tut nicht das Richtige.

00:29:18: aber nochmal dieses Wert Preis versus Wert Prinzip was ich ansprach Das ist auch so eine Halte Linie Eine halte Leine für Investoren um sich in einem Markt dann doch besser zurecht zu finden und nicht so sehr verlockt zu werden dass falsche und hastige zu tun.

00:29:36: Was auch sehr interessant ist, die neuen Job-Daten sind rausgekommen für den Mai.

00:29:41: Also neue Stellenausschreibungen in den USA.

00:29:43: Es waren jetzt rund hundert und zwanzigtausend neue Jobs, glaube ich doppelt so viele als erwartet.

00:29:49: Jetzt dreht sich gerade das Narrativ ein bisschen.

00:29:51: also Anfang des Jahres oder bevor noch paar Monaten, hieß es immer okay KI wird alle Jobs irgendwie komplett ersetzen?

00:29:58: Das zeigt jetzt irgendwie so ein bisschen das Gegenteil.

00:30:01: wie ist der Irrblick auf den Markt?

00:30:02: und was glauben Sie, wie das mit KI ausgeht?

00:30:07: Also die KI ist natürlich eine weitreichende Innovation.

00:30:11: Ich glaube noch nicht, dass man schon abschließend feststellen kann welche Konsequenzen in Gänze dieser AI-Revolution letztlich nach sich zieht.

00:30:23: sagte bereits ich gehöre ja eher zu den Optimisten und wenn ich in die Vergangenheit gucke haben sich Innovationen, die produktive Kräfte entfalten immer als sehr förderlich erwiesen letztlich für die Gesamtwirtschaft.

00:30:35: Und so glaube ich auch mit der KI sein.

00:30:38: es gibt Dinge, die man ersetzen kann aber durch diese Einsparungsmöglichkeiten tun sich neue Gelegenheitsfenste auf, neue Beschäftigungsverhältnisse für neue Marktentwicklungen also das Für-und Wieder zusammen.

00:30:53: Ich glaube, es wird letztlich ein netto Gewinn sein für die Volkswirtschaften.

00:30:58: Aber in dem Prozess weil wir über Aktien und die IT-Bronze sprachen da wird das Gewinner aber auch Verlierer geben.

00:31:04: nicht alle werden zum Ziel kommen.

00:31:06: Es wird eben auch auf der Strecke Kapitalfehlenvestitionen geben und das liegt auch in der Natur der Sache.

00:31:13: Und daran ist auch nichts falsch, und als Investor muss man sich immer gut überlegen dass man sicherstellt, dass sein Kapital was man investiert eben auch zurückkommt.

00:31:22: und deswegen auch nochmal der Hinweis Preis versus Wertprinzip immer anlegen gerade auch wenn es so verlockende innovative Revolution gibt wie jetzt mit der künstlichen Intelligenz.

00:31:34: Ansonsten denke ich tatsächlich die Vereinigten Staaten von Amerika die Nase vorn haben werden, nicht nur im laufenden Konjunkturzyklus sondern für die nächsten Dekaden insbesondere relativ zu Europa.

00:31:47: Amerika ist wirtschaftspolitisch einfach besser aufgestellt auch demografisch und ich glaube die Amerikaner haben ja letztlich die Welt jetzt auch neu aufgeteilt also in eine westliche Hemmisfere.

00:31:59: und eine östliche Hemmsphäre ist definiert von Kanadaf bis runter nach Feuerland, also Nordamerika und Südamerika.

00:32:11: Reich an Bodenschätzen, reich an Energie... wirtschaftliche Dynamik höher als in Europa.

00:32:18: Europa wird wahrscheinlich jetzt ausbluten, viele Kapitalinvestoren sind nicht mehr willens beispielsweise in Deutschland neue Investitionen oder Re-Investition zu tätigen sondern verlagern ihre Produktion in andere Regionen insbesondere nach Amerika.

00:32:34: also kurz gesagt ich glaube tatsächlich Amerika wird die Nase vorn haben auf absehbare Zeit.

00:32:41: Amerika wird dadurch auch interessante Investitionsmöglichkeiten bieten, gerade wenn neue Märkte entstehen und neue Technologien hervorgebracht werden.

00:32:52: Insofern ist mein Plädoyer nicht per se alles in Amerika zu investieren sondern selektiv sich nach wie vor umschauen aber mit dem Hinweis dass man in Amerika vermutlich sehr viele Unternehmen immer noch finden wird die genau das Erzielen, was der Anleger hierzulande gerne möchte.

00:33:10: Eine positive reale Rendite auf das eingesetzte Kapital.

00:33:14: und Herr Rupero, das ist ja letztlich das.

00:33:17: Jetzt kommen wir mal zurück auf die Zinsinvestoren.

00:33:22: Was viele Investoren suchen den Zins- und Zinseszins Effekt?

00:33:26: Und den kriegt man natürlich auch hergestellt durch das Investieren in Aktien.

00:33:30: Wenn Sie eine Unternehmung haben, die hohe Rendite auf das eingesetzte Kapital erzielt und den Gewinn täsauriert – also nicht ausschüttet oder sondern reinvestiert – dann bekommen sie genau diese Zins- und Zinseszinseffekte.

00:33:43: Im Zeitablauf ist genau das Mittel um sein Kapital zu mehren und letztlich auch reich zu

00:33:50: werden.".

00:33:51: Ja, wenn man die da jetzt so zuhört dann ist auf jeden Fall USA weiterhin an der Spitze unangefochten.

00:33:58: Da würde mir dann eigentlich als Investition gleich der S&P-Verhandel gleich einfallen auch was Warren Buffett immer empfohlen hat weil man ja noch ich glaube Anfang dieses Jahres gehört hat man wollte ein bisschen raus aus der USA rotieren.

00:34:11: Die USA geben bis hier nach.

00:34:14: das sind sie dann komplett anderer Meinung wie's raushöre oder?

00:34:20: Ja und nein, muss ich an der Stelle antworten.

00:34:24: Ich bin zum Beispiel ein Investor, der auf Einzeltitel setzt.

00:34:28: Also wo auch immer die gehandelt werden.

00:34:31: Wo auch immer sie tätig sind ich schaue nicht so sehr auf die Entwicklung der Indizes sondern auf das einzelne Unternehmen.

00:34:39: Deshalb könnte ich Ihnen jetzt noch nicht sagen, wo der DAX oder der S&P am Jahresende steht.

00:34:43: Das sind sozusagen nicht so die Überlegungen, die mich umtreiben, sondern eher die Unternehmensbilanz.

00:34:48: Was macht das Einzelunternehmen?

00:34:50: Wie ist die Konkurrenzsituation?

00:34:51: Sind die in der Lage weiterhin eine hohe Rendite zu erwirtschaften.

00:34:56: Also insofern könnte ich diese Frage jetzt gar nicht beantworten, es wird Amerika sein.

00:35:01: was sich allerdings bejaht ist dass man in Amerika vermutlich eine größere Auswahl hat eine größeren Gelegenheit um solche Firmen zu finden die man investieren kann bringen, die das einspielen, was man gerne hätte.

00:35:17: Nämlich eine positive reale Verzinsung auf das Kapital und den Zins-und Zinsistinseffekt.

00:35:22: Das heißt nicht dass es zwischendurch in Amerika Entrückschläge gibt, dass der Aktienmarkt mal als Index gesehen deutlich einbricht.

00:35:33: Es heißt auch nicht, dass man nicht in Deutschland oder in Europa das ein oder andere Unternehmen findet, was sozusagen ins Beuteschema passt.

00:35:41: Aber ich glaube schon, es ist reichhaltiger das Angebot insbesondere auch von zukunftsorientierten Technologien in Amerika als hier in Europa und deswegen glaube ich macht es weiterhin Sinn eben nicht Abstand von Amerika zu nehmen.

00:36:00: Und sozusagen nur auf das einfache Argument zu setzen jetzt rotieren die Börsen.

00:36:04: Amerika ist gut gelaufen Jetzt geht's im Rückwärtsgang und andere Märkte holen auf, aber nochmal unterschiedliche Investoren haben unterschiedliche Strategien.

00:36:13: Ich glaube dass das Einzelwert orientierte Investieren gewisse Vorzüge hat und wer meint er kann das beherrschen den würde ich nur ermutigen auch diesen Weg zu gehen.

00:36:26: Sehr schön dann schauen wir noch auf die Edelmetalle.

00:36:29: der Goldpreis ist ja vom Allzeit hoch rund zwanzig Prozent gefallen.

00:36:32: technisch spricht man eigentlich von dem Beerenmarkt jetzt.

00:36:34: Teil sie diese Einschätzung oder ist das Ihrer Meinung nach eine normale Korrektur innerhalb eines intakten Aufwärtstrends?

00:36:42: Herr Rupero, ich war neulich auf einer Veranstaltung und da kam ein Herz zu mir und so.

00:36:46: Ach, Herr Pollaiti!

00:36:46: Ich habe ihn hier auch hinterzugehört.

00:36:48: Ich hatte dann glaube ich einen Vortrag gehalten.

00:36:50: Und er sagte ja, Sie sagen ja seit fünfzwanzig Jahren das gleiche.

00:36:53: Und dann stutzte ich und er hat mich erinnert, das war tatsächlich eine Veranstaltung in Zürich.

00:36:59: Das war sozusagen meinen Startschuss, mich um das Gold bedanklich als Investor zu kümmern.

00:37:07: Das ist vor vormenzwanzig Jahren der Goldpreis bei zweieinhalbundfünfzig Dollar Profinenunse.

00:37:15: war seither immer befürwortet der Goldhaltung.

00:37:18: Also insofern kenne ich diese Situation, dass man gefragt wird nach einem Kursrückgang von zehn, fünfzehn, zwanzig oder auch gar dreißig Prozent.

00:37:27: ist der Bullenmarkt jetzt vorbei ist die Goldblase geplatzt.

00:37:32: und an dieser Stelle kann ich auch anknüpfen an das was wir eingangs schon besprochen haben.

00:37:37: Das internationale Fiat Geld System ist inflationär und es wird immer inflationärer gehandhabt.

00:37:44: Weder Dollar, Euro, chinesischer Renminbi oder japanischer Yen sind Wertaufbewahrungsmittel.

00:37:50: Und es bleibt dem Investor im Grunde nur noch ein Medium als liquides, als extremliquides Medium und das ist Gold zu teilen auch Silber!

00:38:01: Denn man muss ja berücksichtigen, sie sind ja jung.

00:38:04: Sie kennen das nicht mehr.

00:38:06: aber früher war das Geld ja Gold.

00:38:09: also mit Beginn des letzten Viertels des Ninzehn Jahrhunderts waren ja alle wichtigen Währungen der Welt gold.

00:38:17: Das hat man abgeschafft Anfang der Neunzehnhundert-Siebziger Jahre und das ist noch gar nicht so lange her.

00:38:22: und seitdem experimentiert man wenn man so will Mit diesen viertwährungen Und die sind inflationären die sorgen eben für diese hohe Verschuldung Erzwingen gewissermaßen, wenn man im Krisen verhindern will.

00:38:36: Dass man immer mehr Fiat-Geld ausgibt die Inflation immer höher steigt.

00:38:40: und ich denke das Gold und auch in Teilen dass Silber ist so eine Art Versicherung gegen diese Kaufkraftentwertung für die die Zentralbanken sorgen.

00:38:51: der Goldpreis ist ja allein in den letzten zwei Jahren um neunzig Prozent gestiegen Und wenn man mal die letzten fünfundzwanzig Jahre sich vor Augen führt, dann war der Goldpreisanstieg pro Jahr im Durchschnitt bei etwa elf und ein halb Prozent.

00:39:09: Für deutsche Anleger ist auch eine steuerfreie Rendite.

00:39:13: Und nach vorne geguckt Europäer, ich glaube, der Goldprisanstiel ist noch lange nicht vorbei.

00:39:20: Insofern empfehle auch Anlegern letztlich im einfachsten Portfolio in der einfachsten portfolio Struktur Vierzig Prozent liquide Mittel derzeit zu halten, davon thirty-fünf Prozent.

00:39:32: Edelmetalle und den Rest die sechzig Prozent sehr selektiv zu investieren in sogenannte inflationsresistente Geschäftsmodelle.

00:39:40: Und das ist ja letztlich auch, dass was ich mehr als zwei Jahre im Boom-und-Bastreport versuche zu vermitteln es gibt Gelegenheiten Opportunitäten sein Geld langfristig in solche Unternehmen zu investiert.

00:39:54: man muss manchmal etwas warten bis die Preise die richtigen sind.

00:39:59: Aber Gold halte ich in jedem Falle für unverzichtbar, für jeden der auch nur annähernd zustimmt.

00:40:08: Der die Probleme sieht, die wir hier kurz skizziert haben, die mit dem internationalen Fiat-Geldsystem zusammenmengen?

00:40:15: Ja weil sie ist gerade angesprochen... Die letzten zwei Jahre hat Gold rund hundert Prozent gemacht und das als ein edelmal Teil das eigentlich als Sicherung gelten soll.

00:40:23: Welche fundamentalen Treiber sehen Sie dahinter und gelten diese heute auch noch?

00:40:29: Ja, der Goldpreis ist ja üblicherweise von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst und was die ganze Sache schwieriger macht noch schwieriger Macht ist.

00:40:38: Die Gewichtung, die Bedeutung.

00:40:39: dieser Faktor ändert sich auch im Zeitablauf.

00:40:42: Aber um Ihre Frage zu beantworten, ich denke insbesondere der Preisauftrieb ist auch mitbefördert worden von vielen Zentralbank-Goldkäufen.

00:40:51: Also viele nicht westliche Zentralbanken haben ja begonnen ihre Goldreserven aufzustocken.

00:40:55: das hängt insbesondere auch damit zusammen dass die westliche Welt die russischen Währungsreserve eingefroren hat.

00:41:02: im Februar Und da haben jetzt viele Alarmglocken geklingelt in den Zentralbanken nicht westlicher Länder.

00:41:11: Man versucht, vom Dollar wegzukommen und auch vom Euro wegzukomen.

00:41:15: Die natürliche Alternative im Reserve-Portfolio ist eben das Gold.

00:41:21: Das hat sicherlich dazu beigetragen, die Goldpreise in der Höhe zu befördern.

00:41:26: Hinzu kommt natürlich die Einsicht, dass die Zinsen nicht viel weiter steigen werden, tief halten, künstlich nach wie vor tief halten.

00:41:35: Sehr wahrscheinlich bald wieder absenken und tiefe Zinsen sind quasi eine Beflügelung des Goldpreises weil ökonomisch gesehen die Opportunitätskosten der Goldhaltungen abnehmen.

00:41:50: also wenn sie Gold halten kriegen Sie ja keine Zinserträge die sie bekämen.

00:41:55: Wenn sich zinstragende Wertschriften beispielsweise halten geht der Zins runter singt die Opportunitätskosten Und da wird das Gold halt ein attraktiver.

00:42:04: Die Nachfrage steigt, der Preis geht in die Höhe und dann glaube ich eben auch eine, nennen wir es mal Risiko oder Krisenprämie im Goldpreis wird größer weil es doch immer mehr Investoren gibt, die die Probleme sehen, die mit Kreditausfall sorgen rechnen beziehungsweise mit dem Drucken von neuem Geld.

00:42:25: All das zusammengenommen ist, glaube ich der Triebsatz der letzten zwei drei Jahre gewesen und nach vorne geguckt, glaube nicht dass sich das entspannen wird.

00:42:35: Das ist eminent im Fiat Geldsystem.

00:42:38: diese chronische Inflationierung.

00:42:39: also lange Rede kurzer Sinn Ich glaube auch zum erhöhten Niveau von etwa dreit von etwa viertausend dreihundertfünfzig Dollar.

00:42:47: Profein uns ist Gold oder auch Silber bei fünfundsechzig Dollar ein Kauf alle die mit einem Investitionshorizont von fünf oder mehr Jahren operieren.

00:42:59: Ich glaube sogar, es ist eine großartige Gelegenheit.

00:43:04: Dann noch weil ich das auch schon öfter gehört habe bei Kupfer und der ganzen Elektrifizierung und der KI-Welle und Elektroautos, dass wir da immer mehr in ein Defizit reinrutschen.

00:43:15: Ich höre auch immer öfter was für einen Rohstoff Superzyklus.

00:43:18: Was sind Ihre Meinung dazu?

00:43:24: Das ist nicht von der Hand zu weisen.

00:43:27: KI-Technologie bringt eine große, zusätzliche Nachfrage nach Rohstoffen wie beispielsweise kupferleitende Metalle aber auch nach Energie.

00:43:36: Aber Herr Roperow das ist vielleicht auch eine gute Illustration dieses Preis versus Wert-Prinzips.

00:43:44: Manchmal kann man Dinge nicht so einfach bewerten.

00:43:46: Also ich könnte Ihnen jetzt zum Beispiel nichts sagen, wo der faire Wert des Kupferpreises liegt?

00:43:52: Ich habe vielleicht eine gewisse Vermutung dass das weiter nach oben geht aber ich könnte ihn nicht genau sagen.

00:43:57: Ich hätte auch keine Berechnungsformel.

00:43:59: und das liegt einfach daran weil kupfer sozusagen keinen Einkommensstrom erzeugt bei einer Aktie oder einer Anleihe.

00:44:05: da haben sie einen Einkommen Strom den Sie anhand der vorherrschenden oder von Ihnen erwarteten Zinssätze bewerten können.

00:44:13: Sie kann eine Barwertberechnung anstellen, da kriegen sie vielleicht nicht ganz genau den richtigen Wert ermittelt aber tendenziell bekommen sie eine Vorstellung was denn einer Bandbreite in der sinnvoll ist eine Aktie zu kaufen oder eben sie als zu teuer nicht zu kaufen.

00:44:31: Und das ist bei Rohstoffen generell nicht anlegbar.

00:44:33: Das ist auch beispielsweise beim Bitcoin oder anderen Krypto-Einheiten nicht anliegbar.

00:44:38: und deswegen bin ich immer sehr zurückhaltend, wenn es gilt, Empfehlungen auszusprechen, solch ein Superzyklus zu spielen indem man Kupfer oder andere Edelmitteile zum Kauf empfiehlt.

00:44:52: Da muss man dann vielleicht darüber nachdenken welche Unternehmen sind in der Lage, in so einem Superzyklus Übergewende zu erzielen?

00:45:00: Kommen wir zurück auf die Erklärung des Gewinns, den wir hatten in Inflationsphasen.

00:45:05: Sind das einige Unternehmen?

00:45:06: Die können ihren Gewinn ausweiten.

00:45:08: und so wer?

00:45:08: hier zu fragen gibt es Unternehmen, die im Superzyklus tatsächlich auf der Absatzseite hohe Umsätze machen?

00:45:14: aber die Kosten steigen nicht so stark an wie die Umsätze zunehmen Und dann gibt es Gewinnerhöhungen.

00:45:19: also da könnte man beispielsweise beginnen anzusetzen Aber nicht beim Kupfer selber.

00:45:26: Und an der Stelle, ihre Zuschauer werden jetzt sagen bei Gold ist es doch genauso und das ist richtig.

00:45:32: Da kann man auch das Preis versus Wertprinzip nicht anlegen nur hat man eine sehr stark ausgeprägte monitäre Komponente im Gold und im Silber.

00:45:46: Und da gibt es doch dann bestimmte Bezüge zur Entwicklung im Geldsystem beispielsweise, wenn die Geldmenge weiter expandiert.

00:45:55: Dann ist es ja wahrscheinlich das gold weil es geldnah gehandelt wird.

00:45:59: Im preis steigt in der fiatwährung die da gerade vermehrt wird.

00:46:03: Aber prinzipiell, wenn also Kritik kommt an der Stelle ist das richtig.

00:46:08: Das preises Wertprinzip ist auch nicht anlegbar bei Gold und Silber.

00:46:12: aber man hat hier gewisse Erfahrungswerte die mich beispielsweise persönlich seit fünf zwanzig Jahren dazu verleiten immer solche Phasen wie wir sie auch gerade jetzt erleben zu nutzen um Investoren die jetzt noch keine gold oder silberposition auf und ausgebaut haben zu ermutigen dass so tun.

00:46:33: Ja bei manchen Rohstoffen, ich glaube bei Silver haben wir es auch gesehen ist ja oft die Idee oder das Narrativ dass wir irgendwann mal ein Angebot schockt bekommen weil immer heißt dass die Industrie viel mehr braucht als abgebaut wird.

00:46:45: Also das könnte ja schon auch ein Grund sein warum Rohstoffe dann irgendwann mal einfach extrem schubbekommen.

00:46:52: aber da frage ich mich auch immer das würden doch die Börsen heute schon einrechnen weil sie wissen ja wieviel Silber, Gold und andere Rohstoffe abgebaut werden können.

00:47:00: Und dieses Defizit, wenn wir das wissen, dann wissen die es eigentlich auch und der Markt wird es ja eigentlich einpreisen oder nicht?

00:47:07: Ja, das ist vollkommen richtig!

00:47:08: Man muss sich immer vor Augen führen dass was man selber meint sei eine neue Information ist vielleicht schon bekannt bei anderen Marktakteuren und ist schon längst hat sein Niederschlag im Aktienkurs oder im Rohstoffpreis gefunden.

00:47:22: Da muss man sich etwas vor Augen führen, dass man nicht immer derjenige ist, der den ersten Gedanken hat und gewissermaßen reagieren kann und die Preisentwicklung einem zugute kommt.

00:47:41: Erinnere ich jetzt, in den letzten Wochen ist das ja beispielsweise beim Silberpreis sehr stark durchgeschlagen.

00:47:47: Der Preis war ja kurzzeitig über hundertzwanzig Dollar pro Feinunseh.

00:47:51: Jetzt ist er wieder quasi um fünfzig Prozent gefallen.

00:47:53: Das war auch eine Phase, in der man gedacht hat dass Silber im physischen Angebot würde jetzt verknabbt werden.

00:48:01: und natürlich die Knappheit spielt da auch eine Rolle oder die erwartete Knappe.

00:48:05: aber bei Rohstoff muss man immer wieder berücksichtigen Man kann die Fördermenge ja auch erhöhen.

00:48:10: Früher oder später ist es ja so, wenn man merkte hat der Preis eines Gutes steigt.

00:48:15: Das signalisiert den Produzenten das Gut ist nachgefragt.

00:48:18: Es lohnt sich für uns die Produktions zu erweitern das Angebot zu erhöhen und dann kommt der Preis auch wieder zurück.

00:48:25: Und bei allen Industriemetallen Sie sprachen über Kupfer Man kann auch Silber hier nehmen aber auch Gold ist oder gold ist ja eine Komponente in der Nachfrage Die Industrie Kommt es dann zur Substitution Effekt?

00:48:39: Wenn der Preis eines Rohstoffes zu stark steigt, dann wird das Unternehmen beginnen Einsparungen vorzunehmen.

00:48:47: Das Metall dann beispielsweise so einzusetzen dass es effizienter wird, dass man weniger braucht um die gleiche Leistung zu erzielen.

00:48:57: Und insofern muss man immer mit einer gewissen Skepsis, denke ich, operieren.

00:49:06: Wenn starke Ausschläge von industriell genutzten Rohstoffen in Aussicht gestellt werden?

00:49:12: Denn wenn diese Rohstoffe zu stark steigen, dann können die Produkte, die damit erzeugt werden nicht mehr zu Preisen erzeugт werden, die man noch verkaufen kann und dann gibt es eine Nachfrage-Rückgang und dann kommt auch der Preis wieder zurück.

00:49:26: ökonomisch gesehen, gerade im Rohstoffbereich diesen relativen Preis verbunden.

00:49:31: Und da ist es in der Regel so einzelne Preisausreißer nach oben die korrigieren sich in der Regel wieder.

00:49:38: Insofern sollte man als Investor da immer Vorsicht walten lassen.

00:49:43: Sehr interessant, weil Sie jetzt vorhin noch Bitcoin angesprochen haben.

00:49:47: Der neue Fetch-Fash hat ja Bitcoin als das Gold der unter vierzigjährigen bezeichnet.

00:49:53: Sie als Goldexperte, wenn sie sagen, Bitcoin hat Ihre Meinung nach inzwischen denselben Status als Wertspeicher wie gold erreicht oder ist es ein gefährlicher Vergleich?

00:50:03: Also grundsätzlich denke ich, Gold hat Eigenschaften die es spezifisch machen und das gleiche gilt auch für Bitcoin.

00:50:12: Also insofern ist ein digitales Gold, wäre für mich ein Gold was man beispielsweise tokenisiert.

00:50:21: Also physische Barren oder Münzen die kann man ja tokenisieren und dann kann man das Ganze auf eine App laden da auch mit Handeln und Zahlungen abwickeln Und dass es etwas ganz anderes als wenn ich beispielsweise einen Krypto Einheit habe oder in dem Falle auch den Bitcoin.

00:50:37: Ich denke der Bitcoin ist gekommen um zu bleiben Und viele seiner Befürworter hoffen ja, dass er vielleicht zum Weltgeld aufsteigt.

00:50:46: Dass er Gold verdrängt oder in jedem Fall auch die Fiat-Währungen Dollar Euro und Co.

00:50:51: bei Seite schieben wird und der Preisauftrieb fulminant sein wird.

00:50:56: ich persönlich glaube dass der Bitcoin, wie ich sagte gekommen ist um zu bleiben.

00:51:02: Ich glaube allerdings nicht, dass er sich im Wettbewerb wenn der Wett Bewerb um das Geld wirklich freigegeben wird, wenn die Konkurrenz, die momentan noch zurückgedrängt wird, freigelassen wird sozusagen, dass Bitcoin das Rennen macht also Der Wett bewerbt es letztlich ein Entdeckungsverfahren.

00:51:20: wir wissen leider nicht oder als Investor weiß man leider häufig nicht wie das Ergebnis sein wird.

00:51:26: Aber ich glaube zumindest sagen zu können, das ist noch nicht ausgemachte Sache.

00:51:32: Dass der Bitcoin in diese Bedeutung vordringt wie viele seiner Fan-Gemeinde erwarten.

00:51:41: aber er hat eine Nachfrage und ich glaube die Nachfrage wird auch bleiben.

00:51:48: Und persönlich glaube ich, wenn das Fiat-Geldsystem ins Rutschen kommt und das kann in den nächsten Jahren durchaus der Fall sein.

00:51:56: Wenn auch die Rettungsversuche, dass neue Gelddrucken die Zinssenkung nicht mehr helfen dann wird der monetäre Anker Gold sein.

00:52:04: Dann wird die Möglichkeit bestehen, Gold zu tokenisieren.

00:52:09: Das gibt es ja heute schon.

00:52:10: diese Lösung kann man ja heute Schon beobachten dies auf dem Markt und das wird dann der monetäre Anker den Nagel in der Wand sein.

00:52:17: Insofern habe ich neben der Goldhaltung zum Versicherungsschutz des Portfolios.

00:52:24: Auch so eine gewisse Erwartungskomponente, dass wenn das Fiat-Geldsystem ins Rutschen kommt der monetäre Auffangnagel letztlich das Gold sein wird und nicht der Bitcoin.

00:52:36: Es ist interessant, die Zeit ist schon sehr weit vorangeschritten.

00:52:39: Aber ich würde gerne noch eine Frage stellen und zwar soll es ab dem Jahr zwanzig neunzwanzig?

00:52:45: sollen die deutschen Staatsanlagen jetzt rechnerisch nicht mehr ausreichen um soziales Zinsen und Verteidigung gleichzeitig zu finanzieren?

00:52:54: Und von Investition in die Zukunft kann man dann wahrscheinlich komplett ablassen.

00:52:58: Was passiert eigentlich, wenn ein Staat an diesem Punkt kommt?

00:53:01: Druckt er einfach mehr Geld, erhöht er die Steuern oder bricht dann das System vielleicht doch irgendwie zusammen?

00:53:08: Ein Staatshaushalt kann finanziert werden indem man die Steuer erhöht.

00:53:11: also wenn man nicht das Geld hat als Regierung was man ausgeben möchte, muss man die steuern erheben.

00:53:17: Wenn man denkt man kann das nicht Dann wird man versuchen die Ausgaben zu senken.

00:53:23: Und wenn das auch politisch nicht gewollt ist oder nicht möglich ist, dann bleibt die Staatsverschuldung.

00:53:29: Dann gibt man Anleihen aus, die platziert man im Kapitalmarkt und wenn es auch nicht mehr geht, dann verkauft man die Staatsanleihen an die Zentralbank, die kauft die Staatsaneilen dann und bezahlt sie mit neu geschaffenem Geld in Deutschland.

00:53:43: In Deutschland ist sicherlich nicht die prekärste Finanzlage oder der Staatshaushalt in Deutschland hat nicht die präkerste Finanzlager im Vergleich zu Frankreich oder Italien.

00:53:52: aber alle großen Volkswirtschaften des Euraums gehen in die gleiche Richtung.

00:53:57: Die Schuldenstände steigen, die Defizite nehmen entsprechend zu.

00:54:02: auch heute finanziert man ja schon die Zinskosten durch Aufnahme neuer Kredite das heißt die Staaten haben ein sogenanntes Primärdefizit.

00:54:12: Das ist so wenn man so viel betrügerisches Ponzi Spiel was da läuft und ich denke bevor Es ist hingenommen wird von den Regierenden, wie auch von den regierten.

00:54:22: Dass der Staat nicht mehr zahlen kann erscheint dann immer das Drucken von neuem Geld als das vergleichsbar kleinste Übel.

00:54:29: also wenn Deutschland in diese Situation rutschen sollte wird die AZB einspringen Dann wird man Staatsanleihen in Deutschland kaufen Dann werden auch die Franzosen natürlich mehr Staatsanleihen ausgeben und so weiter.

00:54:42: Und deswegen, Herr Roperu, komme ich auch nochmal auf diese zentrale Aussage, die wir quasi am Anfang unseres Gesprächs schon gemacht haben – Die Inflation, die Geldentwertung ist das zentrale Problem für jeden der Ersparnisse hat oder Ersparness bilden will?

00:54:59: Die Inflation ist viel höher heute schon, als sie offiziell ausgewiesen wird.

00:55:03: Und die Inflacion wird auch früher oder später weiter ansteigen.

00:55:07: Die Ininflation ist das Gift für die Ersparnisse und das Vermögen.

00:55:12: Ich freue mich, dass wir einige Gedanken hier miteinander diskutiert haben wie man versuchen kann dieser Inflasionierung zu entkommen.

00:55:21: Das Halten von Edelmetallen ist eine Möglichkeit Und das Investieren in inflationsresistente Aktien von Firmen ist eine weitere Möglichkeit.

00:55:31: Es gibt sicherlich noch andere Möglichkeiten, aber diese beiden Möglichkeiten eröffnen sicherlich schon mal die richtige Perspektive und hoffentlich ist das auch hilfreich damit die Menschen aufwachen.

00:55:42: Denn allein in Deutschland halten die privaten Haushalte immer noch über drei Billionen Euro auf Termin- und Spareinlagen bei Banken, die so gut wie nicht verzinzt werden, die jeden Tag jede Woche, jeden Monat entwertet werden.

00:55:55: Immer weiter entwerted werden.

00:55:57: also insofern wichtig jetzt spätestens jetzt aufzuwachen und zu überlegen was kann man tun wie macht man, wie gestrukturiert man sein Portfolio um dieser Inflationierung zu entkommen?

00:56:11: Da ist jetzt glaube ich auch die neue Reform der privaten Altersvorsorge ein gutes Zeichen um hier einfach die Leute noch mehr abzuholen.

00:56:19: Ich

00:56:20: freue mich sehr, dass Sie hier waren.

00:56:21: Herr Pollard war auf jeden Fall sehr interessant.

00:56:23: Ihren Report BOOM & BUST werden wir auch auf jeden fall unten verlinken.

00:56:27: also liebe Zuschauer schaut da gerne mal rein ist sehr interessant und dann vielen Dank das sie sich die Zeit genommen haben und dann hören wir uns vielleicht schon bald wieder.

00:56:35: Ja, ich bedanke mich für die Einladung und wünsche Ihnen eine gute Zeit.

00:56:37: Und bis hoffentlich bald!

00:57:04: Ciao ciao!