Mit DIESEM Hebel wurde ich mit 52 Jahren Privatier!

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00:00:00: Da werden sie jetzt schützen, wenn ich sage was der größte Hebel war.

00:00:03: Eben eben drei vier Jahre früher in Rente zu gehen das war die... Ja liebe Zuschauer heute haben wir einen ganz besonderen Gast denn er ist nicht nur theoretisch Finanzexperte sondern er hat es tatsächlich geschafft im Alter von zweiundfünfzig Jahren seinen Job zu kündigen und allein von seinem Portfolio zu leben.

00:00:23: Ich freue mich sehr dass er heute hier ist.

00:00:24: herzlich willkommen Helmut Jonen!

00:00:27: Ja hallo Louis freut mich auch hier zu sein.

00:00:31: Ja, Helmut.

00:00:31: Bevor du uns deine Strategie verredet wie du es geschafft hast finanziell frei zu werden welche Aktien du hältst und auf was du genau schaust musst du jetzt erstmal verraten.

00:00:40: Wie hat die ganze Geschichte denn angefangen?

00:00:42: Wann hast Du Deine erste Aktie gekauft?

00:00:44: und war damals die finanzielle Freiheit von Anfang an schon dein Ziel?

00:00:49: Da müssen wir ziemlich lange zurückgehen nämlich ins Jahr.

00:00:55: Ich habe am achtundzwanzigsten Januar, das weiß ich halt noch so genau weil ich diese Abrechnungen aufgehoben hab.

00:01:02: Meine ersten vier Aktien meines Lebens gekauft.

00:01:05: Das war sozusagen der Startpunkt als als Aktionär und Seitdem ist kein einziger Tag mehr in meinem Leben vergangen, jetzt in den fast fünfundvierzig Jahren.

00:01:21: Es gab nicht einen einzigen Tag, wo ich keine Aktien besessen habe.

00:01:25: Ganz im Gegenteil, ich habe das eben zügig ausgebaut.

00:01:28: Ich hab wie gesagt mit diesen vier Positionen gestartet und heute ... Das aktuelle Depot waren eben gestern eine hundertvier Positionen.

00:01:37: Heute morgen sind es nur einhundert drei Positionen weil ich gestern eben... Und das gehört auch zum Investieren da muss man ehrlich sein.

00:01:45: Eine Aktie verkauft habe die ich seit jetzt vier ja vier fünf Jahren im Depot hatte Die sich aber als absolute Kröte herausgestellt hat und dann habe ich an die Reislein gut zogen.

00:01:55: Und das ist nicht schön, aber gehört zum Leben eines Investors einfach dazu.

00:02:00: Wer meint er könnte zehn, zwanzig, dreißig Jahre aktionär sein und nur die Gewinner buchen?

00:02:04: Der sollte am besten gar nicht

00:02:06: loslegen.".

00:02:06: Die meisten Deutschen machen einen fatalen Fehler – und zwar sie lassen ihr Geld einfach auf dem Firokonto unverzins liegen wo es Tag für Tag von der Inflation aufgefressen wird!

00:02:16: Das ist wirklich schade denn es gibt eine extrem einfache Lösung für dieses Problem.

00:02:19: Sie kommen vom heutigen Partner der SoRest-Direktbank.

00:02:22: Hier bekommst du nämlich Tagesgeld zu absoluten Spitzenkonditionen.

00:02:25: Aktuell sicherst du dir satte, drei Komma fünf Prozent Zinsen für die ersten vier Monate garantiert und auch danach profitierst Du von einen der besten Basis Zinssätze von zwei Komma Null Fünf Prozent und das ganze kommt völlig ohne versteckte Kosten.

00:02:37: Du bleibst beim Tagesgeld ja auch immer maximal flexibel und genießt gleichzeitig die höchste Sicherheit Denn der Spatis ist nämlich durch die staatliche Einlagensicherung bis zu hunderttausend Euro geschützt.

00:02:47: sei also schlauer als der Durchschnitt und Schütze dein Geld aktiv vor der inflation.

00:02:51: über den link in der Beschreibung kopst du direkt zu den tausenden Die Hauptkonditionen, die Eröffnung dauert nur wenige Minuten und funktioniert komplett digital.

00:02:58: Dein zukünftiges Ich wird es dir danken wenn die ersten Zinsen auf dem Konto landen.

00:03:02: Und jetzt geht's auch schon weiter mit dem Interview.

00:03:03: Wie du genau damit rockebirren dann umgehst ab wann du verkaufst da kommen wir auf jeden Fall später noch zu sprechen.

00:03:09: aber würdest du sagen Du hattest damals schon ungefähr eine konkrete Zahl dir ausgerechnet die du brauchst um finanziell frei zu sein?

00:03:17: Ja, also ich war ja damals zweiundzwanzig und dann habe ich ja gesehen wie sich das mit Aktien entwickeln.

00:03:24: Dass die Große halt steigen, dass sie natürlich auch schwanken können, dass wir auch mal zurückgehen.

00:03:28: Und ich hab' halt gesehen diese vier Aktien, die zeigten hier eben Dividende!

00:03:33: Also das waren damals natürlich nicht viel... Aber es war etwas, was zusätzlich zu meinem Einkommen plötzlich auf mein Konto hieven.

00:03:42: Und dann habe ich eben geplant und ich hab damals eben in two-neinzehnundzweiundachtzig dreiundachzig schon eine Planung gemacht wie sich dieses Einkommen eben würde entwickeln können Und bin dann eben, ich sag mal so in meinen Rechnungen damals dazu gekommen.

00:04:04: Dass das so ungefähr im Alter von fifty-fünfzig sechsundfünftig bis zu einem Punkt kommen könnte wo ich im Prinzip mein Arbeitseinkommen ersetzen werden könne durch mein Dividenden-Einkommen.

00:04:24: Ich habe das einfach eben so hochgerechnet, es gibt sehr viele historische Daten über die Börsen und wir wissen eben ohne dass wir eine Garantie haben wie Börsen wachsen.

00:04:37: also im S&P fünfundert können wir das bis eighteenhundertsechzig zurückrechnen und da kommen wir so auf ungefähr neun Komma drei Prozent Wachstum von Aktien eben bestehend aus Dividende und Kurs gewinnen.

00:04:49: Man hat sein Einkommen, das hatte ich ja damals.

00:04:51: Das habe ich dann so hochgerechnet, dass das vielleicht in meinem Berufsleben mit ca.

00:04:56: drei Prozent, dreieinhalb Prozent angehoben werden kann.

00:05:00: und dann muss man natürlich diese Rechnungen eben aktualisieren weil es können eben Dinge hinzukommen die so in dieser Planung nicht da sind, dass man plötzlich vielleicht durch einen Job wechseln, plötzlich zehn-fünfzehn, weil ein Job wechsel sollte ja öfters bedeuten, eben dann vielleicht fünfzehn-zwanzig Prozent gehalten Also das, was man sonst vielleicht in vier fünf Jahren bekommt.

00:05:21: Es gibt natürlich auch Rückschläge zum Beispiel Arbeitslosigkeit oder Krankheit wo das Einkommen plötzlich eben gemindert ist als nur noch Arbeitslosengeld oder vielleicht sogar eine Erwerbsunfähigkeitsrente.

00:05:33: dann gibt also ich habe dann einfach so hoch geplant mein Alter heute mein Einkommen heute und im Endeffekt der Plan war immer mindestens zehn Prozent dieses Protogo haltes nicht auszugeben und das habe ich dann eben gemacht.

00:05:52: Jetzt bin ich ja sogar schon drei, vier Jahre früher in Rente gegangen Und das waren halt eben Dinge, die ich damals noch nicht in der Planung hatten.

00:06:02: Die es mir ermöglicht haben, eben dieses Ziel eben doch dann drei vier Jahre früher zu erreichen.

00:06:09: was die meisten jetzt da werden sie jetzt schützen wenn ich sage was was der größte Hebel war was der Größte hebel war eben eben drei vier jahre Früher in Rente zu gehen Das war die große Finanzkrise.

00:06:21: Es wären viele Fragen ja wieso?

00:06:22: Da haben sich dort die Aktien alle halbiert.

00:06:24: Ja aber das ist natürlich einem Investitionsprozess bist, das Beste was passieren kann.

00:06:29: Ja wenn du ich sage mal heute noch planst du willst eine Aktie für hundert Dollar die Aktien kaufen und kannst sie morgen praktisch für fünfzig Dollar die aktien kaufen weil die Aktin sich alle albiert haben kannst du für dasselbe Geld natürlich für dein selbes Einkommen plötzlich doppelt so viele Aktien kaufen.

00:06:44: und ich sage mal die Tatsache, dass ich eben so früher in Rente gehen konnte war eben praktisch die Tatzache das wir dieses verlorene Jahrzehnt von März zweitausend bis März zwei tausend neun also ganze neun Jahre hatten.

00:07:00: Das kann man sich heute gar nicht vorstellen der S&P-Fünfhundert praktisch jedes Jahr im Schnitt sechs Prozent verloren hat.

00:07:09: Wenn wir jetzt mal zurückgehen zu die letzten zehn Jahre, da hat der S&P irgendwo zwölf, frei zehn Prozent Unterschwankungen jedes Jahr.

00:07:15: Wir hatten ein ganzes Jahrzehnt und das war wirklich das schlechteste Börsenjahrzehnte seit über hundert Jahren Und das hat mir natürlich beim Zukaufen der Aktien enorm geholfen Obwohl es wahrscheinlich von der Psychologie sehr schwer ist auch in solchen Phasen dann wirklich mutig zu sein und noch mehr Aktien zu akkumulieren.

00:07:33: Bevor wir da noch später darauf zu sprechen kommen, würde mich jetzt nochmal kurz interessieren.

00:07:38: Weil du warst ja bei der UBS mit unter anderem als Vermögensverwalter tätig und hast dir da schon ein sehr gutes Gehalt verdient.

00:07:48: Würdest Du sagen es braucht natürlich auch einen gewissen Lohn um diese finanzielle Freiheit überhaupt erreichen zu können?

00:07:58: sagen wir mal ja und nein.

00:08:00: Also nehmen wir mal an, du hast jetzt ein ganz normales Durchschnittsgehalt das liegt ja bei uns in der Bundesrepublik irgendwie zwischen fünfzehnundsechzigtausend Euro.

00:08:09: dann brauchst Du natürlich viel weniger Geld um eben im Endeffekt dir dieses, weil es geht ja darum wenn du dann eben nicht mehr arbeiten möchtest musst du ja irgendein etwas haben was dein Arbeitseinkommen ersetzt.

00:08:24: Also eben hier in dem Fall wenn wir über Kapitalanlagen reden meistens dann Dividendeneinkünfte so Wenn Du jetzt eben ein Durchschnittsverdiener bist und trotzdem ich sage mal von diesen sechzigtausend Brutto die du jedes Jahr verdienst eben jedes Jahr konsequent sechs tausend Euro also fünfhundert euro über dreißig fünf Jahre in Aktien investierst, dann kannst du eben ich sag mal so in den Bereich hineinwachsen wo du dann eben irgendwann deine fünfzigfünfzigtausend Euro Dividenden im Jahr hast und eben ich sage mal deinen Arbeitseinkommen ersetzen kannst.

00:08:56: Wenn du jetzt natürlich Bankdirektor bist der jetzt nicht sechzigtaussend sondern vielleicht hundertachtzig zweihundertzweihundertfuffzig oder ich hatte ja zum Schluss bei der UBS gut dreihundertzwanzigtausende Franken verdient also heute ist auch mein Euro ja irgendwie so dreihundertfünfzigtausend Euro sind.

00:09:14: Aber dann kannst du natürlich auch, wenn du dreihundertzwanzigtausende Franken verdienst, natürlich sehr viel mehr zurücklegen weil dann kannst Du anstatt sechstausenden eben über dreißigtaussend Franken im Jahr investieren und im Endeffekt brauchst Du da natürlich auch ein höheres passives Einkommen, weil Du willst ja jetzt nicht die fünfzigtaUSen oder sechzigtaUsend eines Durchschnittsverdieners erinnern.

00:09:37: also ich glaube das hat mit dem hohen Verdienst sag ich mal gar nichts zu tun, sondern im Endeffekt geht es... Also wenn du natürlich meinst, du könntest mit einem Einkommen von sechzigtausend heute, dass du dann so über die Jahre steigerst.

00:09:49: Irgendwann mal einen Dividendeneinkommen von zweieinhalbfünfzigtaussend erreichen ist das, ich sage mal, mit einer Sparkurte von zehn Prozent, fünfzehn Prozent des Gehalts illusorisch?

00:09:58: Dann musst du halt schon bereit sein auf fünfzigsechzig Prozent deines Gehaltes zu verzichten.

00:10:05: Aber ich sage mal, mit irgendeiner Sparquote – zehn, zwölf Prozent, die du wirklich über thirty-five Jahre brutal konsequent durchziehst.

00:10:16: Jede Gehaltserhöhung also dann auch entsprechend anpasst.

00:10:19: Das heißt wenn dein Gehalt vier, fünf Prozent steigt das du dann eben natürlich auch die Sparrate entsprechend anhebst dann kommst du so mit zehn, elf Prozent, zwölf Prozent.

00:10:28: Kannst du eben wenn die Märkte dann mitspielen und du eben sage ich mal beim Investieren auch nicht zu viele Fehler machst?

00:10:35: Weil das ist ja auch noch so ein Punkt leider wissen wir dass Privatanleger oft nicht die erfolgreichsten Anleger sind und eben auch oft fatale Fehler machen.

00:10:45: Und eben dieses Anlageziel gar nicht erreichen.

00:10:48: Das ist ja dann eben eben die andere Seite der Medaille.

00:10:51: aber wenn du eben ich sag mal normal investierst.

00:10:56: Ja, und ich sag mal für jemanden der sich vielleicht dann nicht hundert Prozent mit Aktien auskennt oder das auch gar nicht will oder nicht die Zeit hat.

00:11:02: Dann da sind halt ETFs dann eine gute Lösung.

00:11:05: Da kannst du ja viele Fehler im vornherein vermeiden, die du als Einzelaktieanleger ja durchaus machen kannst.

00:11:13: Also du musst halt eben konsequent deine zehn elf Prozent sparen.

00:11:17: Du musst halt versuchen die typischen Anlegerfehler zu vermeiden.

00:11:21: Und dann solltest du dein aktuelles Arbeitseinkommen was du heute hast, was dann über die Jahre auch so mit dreieinhalb Prozent steigt.

00:11:29: Dann eben entsprechend dem Wert, was es dann dreißig Jahre später hat, dann mit passiven Einkommen ganz gut ersetzen können.

00:11:36: Ich habe mal plus zu einer Quote zehn minus plus-minus zehn Prozent.

00:11:40: Wenn's richtig gut läuft, hast du vielleicht sogar ein paar Euro mehr als Du dann als Setz des Gehaltes.

00:11:45: Wenns nicht so gut gelaufen ist, haste ein paar euro weniger.

00:11:50: Aber es ist eben möglich, das auf Basis deines eigenen Einkommens zu schaffen.

00:11:57: Was ich mir jetzt so Frage ist bei einem Durchschnittsgehalt und dann einer monatlichen Sparkurte vor und sagen wir jetzt fünfhundert Euro wird schwer da on top natürlich noch zu sparen um irgendwie einen Urlaub zu machen oder sich anderen Lebensstandards zu ermöglichen.

00:12:10: also würdest du sagen dass diese finanzielle Freiheit die man damit über fünfzig bekommt, dass das auch mit Verzicht einhergehen muss?

00:12:20: Natürlich musst du.

00:12:21: Also ich sag mal diese zehn Prozent ist ja nicht für Urlaub.

00:12:23: also im Endeffekt müsstest du dann sage ich mal bereit sein eine Sparkote zu haben die vielleicht bei fifteen achtzehn bis zwanzig Prozent liegt.

00:12:31: so in Deutschland lief die Sparkote im Moment glaube ich sogar elf Elfen halb Prozent.

00:12:36: Das heißt Du müsstest mehr sparen als der Ich sag mal Durchschnittsdeutsche.

00:12:41: Das machen durchaus viele Deutsche Weil wir haben ja ungefähr dreißig Prozent der Deutschen, die überhaupt nicht sparen.

00:12:48: Das heißt, sie haben eine Sparquote von null.

00:12:50: Das heisst bei einer durchschnittlichen Spargquote von von elfundhalb Prozent gibt es auch viele Deutsche, die sparen eben ich sage mal wirklich fünfzehn, sechzehnt, siebzehn und achtzehn Prozent.

00:13:00: Wir wissen es halt leider nur dass viele Deutsche auch wenn die Aktienkultur in Deutschland sich gut entwickelt hat die letzten Jahre das trotzdem immer noch.

00:13:07: ich sag mal glaube ich sechszig Prozent der deutschen Fall sparen weil die legen ihr Geld dann eben auf irgendwelche Terminkonten und sparen dann dafür Urlaub oder fürs Alter.

00:13:18: Und das wissen wir ja, dass das gerade bei sehr langfristigen Sparprozessen dieser Zinsistinseffekt so wichtig ist.

00:13:25: Der geht dir natürlich auf einem Sparkonto oder mit Termingeld doch zu großen Teilen verloren, weil halt die Zinsen sehr viel geringer sind als die möglichen Renditen, die du eben mit deinen Aktien über dreißig, fünfunddreißig Jahre er wird schaffen kannst.

00:13:41: Aber es ist so, es gehört ein gewisser Verzicht dazu.

00:13:46: Es ist ja auch so wenn man muss ja auch mal bedenken Selbst wenn du dann sage ich mal ein paar Jahre früher in Rente gehst, ja?

00:13:56: Du verlierst ja nicht deine Renteneinsprüche.

00:13:59: Ja also ich meine am Ende reicht es ja möglicherweise, wenn man nach dreißig Jahren vielleicht mit sieben und fünfzig jetzt feststellst, du deckst halt jetzt mit deinen Dividenden... Ich sag jetzt mal nur achtzig Prozent deines Einkommens weil am Ende bekommst du ja, ich sag mal noch irgendwie, ich sage mal vierzig Prozent seines Einkommen als Rente.

00:14:17: Gehst du halt vorzeitigen Rente musst du natürlich abstellen in Kauf nehmen.

00:14:21: Aber man darf ja nicht vergessen, du gehst dann möglicherweise ich sage mal mit siebenundfünfzig vorzeitigen Rente Kassier ist Abschläge hast aber trotzdem noch vielleicht ein fünftel deines ursprünglichen Gehaltes als Rente.

00:14:34: und wenn ihr dann eben mich sag mal irgendwie achtzig Prozent deines letzten Einkommens als Kapitaleinnahmen hast, haste der die Lücke auch praktisch geschlossen.

00:14:43: Ja jetzt auch interessant!

00:14:44: Ich hatte ja Tim Schäfer hier auch schon zu Gast den kennst Du ja auch.

00:14:48: Der hat es ja auch geschafft mit einem Journalistengehalt, also auch mit dem Durchschnittsgehalt finanziell frei zu werden.

00:14:54: Wo wir schon sagen, dass der Frugalisten Lifestyle lebt.

00:14:59: Das ist natürlich das andere.

00:15:01: Du kannst es natürlich auch mit einer ringeren Sparquote oder mit einer höheren Spargote schaffen wenn du sagst ich bin bereit auf alles zu verzichten.

00:15:08: Ich glaube das ist eine philosophische Frage über die könnten wir wahrscheinlich locker bis heute Abend diskutieren.

00:15:15: Meine Einstellung ist immer da, die so gewesen.

00:15:20: Ich finde es extremst wichtig zu sparen.

00:15:22: also wer heute nicht spart als junger Mensch der wird wirklich ich sag mal mit fast hundertprozentiger Sicherheit in einer Altersarmut landen und dem wird's dann finanziell richtig schlecht gehen wenn er dann eben sage ich mal Mitte fünftig Anfang sechzig ist.

00:15:36: Man kann natürlich jetzt auch, ich sage mal, fünfzig-sechzig Prozent seines Gehaltes sparen und zu Hause auf Apfelsinenkisten leben.

00:15:46: Das Leben hat eben keine Garantie.

00:15:48: Es gibt auch junge Menschen, die Unfälle haben und dann plötzlich in Validen sind was viele nicht wissen.

00:15:56: Jede dritte Krebserkrankung tritt heute im Alter von unter vierzig auf.

00:16:00: ja also natürlich ist Krebs nach wie vor eine Erkrankung von älteren Leuten, die halt in meinem Alter über sechzig sind.

00:16:07: aber jeder Dritte Krebst erkrankte ist heute vierzig.

00:16:13: Also und das sind ja eben so, stell dir mal vor du verzichtest jetzt auf alles.

00:16:18: Weil du sagst ich will unbedingt sage ich mal jetzt mit fünftig oder mit achtenvierzigen Rente gehen Ja Und dann sagt ihr dein Hausarzt dass du dann mit zweiundvierzig eben ich sag mal Pankreas Krebs hast.

00:16:29: also ich sag Mal auch einer der Krebsraten Krebsarten wo die Überlebenschancen wirklich extrem gering ist.

00:16:37: Wie gesagt, das ist philosophisch.

00:16:38: Da könnten wir bis heute Abend diskutieren.

00:16:40: Für mich persönlich war immer wichtig ... Ich weiß ich muss sparen damit ich im Alter einigermaßen finanziell auf einen guten Kissen sitze aber ich möchte auch trotzdem parallel irgendwie noch ein Leben haben.

00:16:55: Also du würdest jetzt nicht irgendwas im Nachhinein bereuen dass du etwas nicht gemacht hast oder so?

00:17:00: Nein Nein, natürlich könnte man sagen auch Gott hätten wir mehr gespart fünf Prozent oder sechs Prozent mehr.

00:17:05: Dann wäre unser Vermögen heute ich sage mal sechzig Prozent größer.

00:17:10: Aber aber wie gesagt, ich meine da muss jeder für sich einfach mal in sich ins stille Kämmerlein zurücksetzen und sagen womit bin ich eigentlich zufrieden?

00:17:18: Wom was möchte ich ja?

00:17:19: Was sind meine finanziellen Siele?

00:17:21: Das sind aber auch ich sag mal meine meine meine Meine Ziele und meine Wünsche.

00:17:25: Heute Möchte Ich jetzt wirklich auf vieles fast alles wird sichten, nur um ganz schnell ein finanzielles Ziel zu erreichen.

00:17:35: Meine Frau und ich waren uns da ganz einig.

00:17:42: Wir möchten sparen aber wir möchten auch nicht so sparen dass wir uns eben nichts leisten können.

00:17:48: und das haben wir dann eben auch so gemacht.

00:17:51: Und das führte eben dazu, dass wir eben im Endeffekt dann ich sag mal so zwischen fifteen und achtzehn Prozent unseres Gehaltes eben immer zurückgelegt haben.

00:17:59: Zehn Prozent gingen eben dann in die Kapitalanlagen mit den anderen fünf sechs sieben Prozent.

00:18:05: Das haben wir uns eben dann auf die hohe Kante gelegt um eben dann schöne Urlaube zu machen.

00:18:10: Um eben auch regelmäßig Essen gehen zu können mit Freunden Familie also einfach am Leben auch teilzuhaben.

00:18:18: Also du hast dich dann eigentlich voll auf den Aktienmarkt konzentriert und dir damit eben ein großes Portfolio aufgebaut.

00:18:25: Aber in dem Spektrum ist ja überhaupt kein Platz mehr für eine Immobilienfinanzierung oder sonstiges, oder?

00:18:31: Wie machst Du das heute?

00:18:31: Lebst Du da noch zu Mieter?

00:18:33: Ja, also wir hatten tatsächlich bis Anfang des Jahrtausends Eigentumswohnungen.

00:18:40: Wir hatten auch Eigentum, wir hatten eine Wohnung vermietet, eine Wohnung eben selbst genutzt.

00:18:46: Wir sind dann allerdings ja neunzehnundneunzig ins Ausland gezogen nach Zürich.

00:18:53: Und es ist immer so, wenn du dann eben, ich sag mal eine Mietwohnung hast, lebst selbst im Ausland.

00:18:58: Du hast mit Miet-Wohnungen immer Aufwand und kannst ja jetzt wegen einer oder zwei Miet wohnungen, die du vielleicht nicht vermietest, irgendwelche Leute einstellen, die das für dich vor Ort sind?

00:19:07: Wir haben also festgestellt man lebt in Syrisch, das ist zwar nur fünfhundertfünfzig Kilometer von Bonn entfernt aber du hast immer was mit irgendwelchen Handwerkern, mit irgendwelschen Mietern, die da etwas haben.

00:19:17: Also wir haben dann vier Jahre später nämlich zwei tausend drei nachdem wir vier jahre in Zürich gelebt haben, das Mieten ist zu aufwendig.

00:19:27: Wir verkaufen diese Eigentumswohnungen und dann investieren die Verkaufserlöse nach Abzug der noch da bestehenden Hypotheken Schulden und investieren das auch in Aktien.

00:19:39: Hinzu kommt übrigens auch etwas, das halte ich eben um ein guter Anleger zu werden für sehr wichtig.

00:19:45: man sollte sich nie verzetteln.

00:19:46: also du kannst meiner Meinung nicht ein begnadeter Immobilieninvestor sein ein begnadeter Aktieninvestor, ein Begnadter sage ich mal noch Private Equity oder Start-up Investor.

00:19:57: Ja also wenn du auf jeder Hortzeit als Investor mithanst wirst du dich am Ende verzetteln.

00:20:02: so und für mich war eben weil wenn mir dieses Geschäft mit Aktien auch sehr viel Spaß gemacht hat das hatten wir auch sehr viele mehr Spaß gemacht als zu sagen jetzt kaufst du dir vielleicht noch vier fünf weitere Mietimmobilien dazu da hätte mir gar nicht soviel Freude gemacht.

00:20:18: ja also für Ich habe halt dann dann zweiundachtzig diese Immobilien gekauft und das hat mir auch Spaß gemacht, mich damit zu beschäftigen.

00:20:27: Und ich sage mal heute... Ja ja eben... Und ich kann nicht eben auf die Aktie fokussieren!

00:20:36: Und obwohl ich mich auf die aktie fokusiere bin ich immer noch so demütig und weiß immer noch mit fortyfünf Jahren Borsenerfahrung wie viele ich immer nur nicht weiß über die Kapitalmärkte.

00:20:46: Da hab' ich sogar das Gefühl, die älter du wirst Das zu größer wird der Demut, also in früheren Jahren dachte ich immer eigentlich.

00:20:53: Ich sei als Aktieninvestor viel cleverer.

00:20:56: heute merke ich eben wie wenig ich über die Börse weiß.

00:21:00: deswegen beschäftige ich mich auch mehr mit den Unternehmen und weniger mit dem Verlauf der Börsen.

00:21:05: Wahrscheinlich hat sich auch die Marktlage komplett gedreht oder?

00:21:09: Also zu damals, wo ja wirklich auch noch Value-Investieren noch funktioniert hat.

00:21:15: Aber mittlerweile ist es wahrscheinlich die Börse viel irrationaler geworden als sie früher mal war.

00:21:20: Ja, aber wir haben ja gewisse Anlagestile und Anlagesteile sind ja nicht tot.

00:21:27: also Value waren natürlich in den letzten Jahren nicht so besonders gut.

00:21:32: Da lief Gross eben sehr besser.

00:21:34: Und jetzt denkt man eben, Value ist out und es kann nur noch groß sein.

00:21:39: Gehen wir mal eben einfach, ich sag mal, auf dem Jahrtausendwende zurück.

00:21:44: Von der Jahrtausendwende, sage ich mal bis Zwei-Tausend zwölf.

00:21:48: Da konntest du mit Gross relativ wenig erreichen weil da bist du nach zweitausend erstmal mit den ganzen Tech Titeln abgestürzt.

00:21:55: Achtzig Prozent im Nesteck und hast dann sag' ich mal irgendwo jetzt fast bis zwei Tausendzwanzig gebraucht um überhaupt diesen Riesenverlust auszugleichen.

00:22:05: Da bist du natürlich mit Value Aktien sehr viel besser gelaufen ja?

00:22:09: Also das heißt es gibt an der Börse auch immer wieder Zückeln die sehr lange dauern.

00:22:14: Ich habe heute morgen gerade eine Studie gemacht über die HSBC-Aktie, die ich ja seit neunzehntneunundachtzig in meinem Depot habe.

00:22:22: Die hat seit neunsundantneunundertzig drei Tausend Dreihundert Prozent zugelegt!

00:22:27: Das muss man nicht mal vorstellen.

00:22:28: Also ein ungeheures Ergebnis aber zwischen zweitausend und zweitausend.

00:22:34: vierundzwanzig das heißt vierund zwanzig Jahre lang von siebenund dreißig Jahre halte Dauer.

00:22:42: Wer sich den Schad der HSBC anguckt, stellt fest zwischen dem Jahr zweitausend bis zwei tausend vierundzwanzig hatte sie eine Seitwärtsbewegung.

00:22:50: Das heißt du hast hier dein Geld in der Zeit von Anfang neun und achtzig bis zweitausend verdient mit einer überproportionalen Rendite.

00:22:59: Danach kam eben im Prinzip die große Finanzkrise wo auch eine HSBC natürlich schwerst getroffen wurde wie alle Banken Und jetzt so, ich sag mal in den letzten Jahren gerade also viele Banken kam ja eigentlich schon früher aus der Finanzrise vor fünf sechs Jahren.

00:23:16: Die HSBC ist da jetzt praktisch erst sofort zwei Jahre, zweieinhalb Jahre Ende dreiundzwanzig.

00:23:21: aber wenn ihr die jetzt bei den Schad die letzten zwei drei Jahre anguckt wie die da eben abgerauscht ist und das heißt du musst... Das ist für mich auch ganz wichtig.

00:23:30: man muss halt einen langen Atmen und sehr viel Geduld haben.

00:23:35: Die Zückeln an der Börse sind manchmal extremst lang.

00:23:39: Und ich meine, der Charlie Manga, der Partner von Warren Buffett hat ja gesagt das meiste Geld in der Bürse, das verdienst du halt mit Warten und HSBC ist halt so ein Fall.

00:23:50: Ich meine wenn Du jetzt mal überlegst die HSBC is besser gelaufen als der S&P-Fünfhundert in diesen siebenundreißig Jahren wo ich sie im Depot hab.

00:23:59: Aber im Endeffekt, sie war wie ein Betonklotz in meinem Depokos mäßig für im Prinzip vierundzwanzig Jahre.

00:24:07: Das ist zwei Drittel der Zeit seitdem ich diese Aktie halte.

00:24:10: Da ich aber nicht weiß wann die Aktien genau solche schwäche Phasen und wann sie Boomphasen hat ja das weiß ich eben nicht.

00:24:16: Ja das bestimmt die Börse halt.

00:24:17: für mich muss ich halt sehen dass sich wenn ich glaube das es ein gutes Unternehmen in diesem Unternehmen langfristig investiert bin zur Kompensation von den fehlenden Aktienkurs, also vom steigenden Aktinkursen bei diesen Aktien hast du ja dann aber auch immer geguckt dass du eine gewisse Dividendenrendite hast oder?

00:24:36: War das bei dir immer der Fall, wenn du Aktien gekauft hast, dass sie dir in einer gewissen Dividendrendite geben müssen.

00:24:43: Also nicht immer!

00:24:44: Aber ich habe immer darauf geachtet, dass eben Dividende vorhanden sind, aber es gibt natürlich auch.

00:24:51: manchmal hast du auch Titel mal gegauft, die eben keine Dividenden haben.

00:24:56: Ich habe jetzt also auch ein oder zwei Titel, die die eben eine oder Mini-Dividenden zahlen.

00:25:01: Mein ich war auch mal Apple-Aktionär und das auch schon zu Zeiten wo Apple eben keine dividende gezahlt hat.

00:25:07: Also es ist ja... aber Dividende ist für mich immer relativ wichtig weil sie ist eben wirklich laufendes Einkommen Gerade wenn du eben, wie ich jetzt ja eben dann seit Jahrzehnt zwölf-zwei-tausendtreizehn nicht mehr arbeitest.

00:25:24: Ja?

00:25:24: Weil dann brauchst Du ja irgendeine Form des Einkommens und Dividenden das ist auch ganz wichtig immer zu sagen sind nie hundertprozent sicher weil es gibt immer wieder Fälle wo Dividende auch gekürzt werden.

00:25:36: aber die Verlässlichkeit oder die Planbarkeit vom Dividendeneinkünften ist doch erheblich sicherer als die Planwahrheit von Kursgewinnen so.

00:25:45: Das heißt wenn ich kein Einkommen habe weil ich eben nicht mehr arbeite, aber ich brauche ja was zum Leben.

00:25:51: Habe ich an der Pause praktisch zwei Möglichkeiten?

00:25:53: Ich sage, ich lebe von Kursgewinnen die dann eben regelmäßig anfallen müssen oder ich leben von Dividenden, die regelmäßig anfallen müssen und auch da haben wir immer wieder Phasen Die können teilweise auch zehn oder längere Jahre andauern, wo du eben seitwärts Bewegungen an den Börsen hast.

00:26:15: Das heißt da kannst du keine großen Kursgewinne realisieren aber du kannst eben Dividenden kassieren.

00:26:21: ja also genau wie ich das Beispiel mit der HSBC vorhin gerade sagte haben wir auch an der Börse oft Bewegungen gehabt, die extremst lang war.

00:26:33: Ich meine wir alle werben ja immer oder es heißt ja immer wieder langfristig kann man mit Aktien eben so irgendwo neun und ein halb Prozent verdienen.

00:26:40: das ist dieser Durchschnitt.

00:26:42: aber dieser durchschnitt ist eigentlich nicht ganz korrekt.

00:26:45: ich habe jetzt eine Untersuchung gemacht in den letzten Tagen wo ich die Rendite des S&P seit der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg bis heute untersucht habe.

00:26:58: So, und das war eine sehr gute Zeit!

00:27:00: Und da hat der S&P eben praktisch über elf Prozent inklusive der Dividenden zugelegt.

00:27:06: Das heißt von nineteenzeintachtundvierzig bis heute also ich bin ausgegangen praktisch wo die Amerikaner nach dem zweiten Weltkrieg ihren Marschallplan in Wiederaufbau für Europa eben ins Leben gerufen hatten, wo die Deutschen eben dann achtundvörtzig die Währungsreformaten so und bis dahin hat eben im Prinzip diese Performance von knapp über elf Prozent inklusive der Dividenden.

00:27:29: Aber wir hatten in dieser Zeit zwei Phasen, eine hatte ich vorhin schon erwähnt die Phase nach dem New Economy Bubble wo wir zehn Jahre lang praktisch sogar sechs prozent jährlich verloren haben.

00:27:45: und es gab einer zweite große Phase die war zwischen Da hast du über ein Zeitraum von achtzehn Jahren mit Aktien in Amerika kein Geld verdient.

00:27:57: Oder sagen wir mal so, du hast null Komma neun Prozent jährlich verdient und nur dank der Dividenden hattest Du in diesem Zeitraum eine Rendite von fünf Komma zwei Prozent Weil das Einzige, also man hatte im S&P damals die Dendenrendite so zwischen vier und vierenhalb Prozent im Schnitt lag.

00:28:15: Die hat man verdient.

00:28:16: dann kam eben diese Null Komma neun Prozent Kursgewinnen und dann kam es aber nur diese null Komma.

00:28:21: Neun Prozent Kurse gewinnen bei Bei einer Inflation von ich sag mal drei Prozent ist ja dann im Prinzip Ein Verlustgeschäft, ja.

00:28:32: Und das ging achtzehn Jahre lang und dann hatten wir dasselbe noch mal sehr viel ausgeprägt all nur zehn jahrelang zwischen zwei tausend und zweitausend.

00:28:39: neun Ja so und diese Phasen so und die können eben wiederkommen Und keiner weiß wann die wieder kommen.

00:28:48: Da bist du dann halt mit Dividenden auf einer sicheren Seite, weil wenn wir jetzt mal diese Phase von sixensechzig bis zweieinachtzig durchgehen da gibt es viele Unternehmen ich nenn mal Procter und Gamble Johnson & Johnson Coca-Cola das sind ja sogenannte Dividendenkönige also seit über fünfzig Jahren ihre Dividende jedes Jahr erhöhen.

00:29:06: Das heißt dass fällt ja in diese Phase mit hinein.

00:29:10: Dann hast Du zwar null Aktiengewinne Im Zweifelsfall wie hier in dieser Zeit über achtzehn Jahre lang fast.

00:29:17: Aber du kassierst eben jedes Jahr eine attraktive Dividende, von der du dann eben wenn du kein weiteres Einkommen hast leben kannst.

00:29:27: Wo der S&P-Fivehundert aktuell auf einem Dividenden niedriges Niveau von ein Prozent ist, glaube ich.

00:29:33: Weil die Aktienkurse schon so stark hier sind?

00:29:34: Da habe ich jetzt auch eine Untersuchung gerade auf Instagram vorgestern gemacht.

00:29:38: Wir haben zurzeit tatsächlich die tiefste Dividendrendite seit, glaub' ich, achtzehntundateinundsebzig.

00:29:46: Also das ist eben etwas wo man dann auch durchaus mal die Frage stellen kann Sprich dass nicht für eine gewisse Überbewertung des Marktes.

00:29:54: also es können sich ja viele Jüngere Anleger, die jetzt in den letzten fünf bis zehn Jahren angefangen haben gar nicht mehr vorstellen.

00:30:02: Die durchschnittliche Dividendenrendite im S&P-Fünfhundert über diesen Zeitraum von acht zu neun, siebzt bis heute lag bei über vier Komma zwei Prozent.

00:30:13: So das ist möglicherweise ein Indiz dass eben viele Aktienkurse im Moment nicht mehr ganz billig sind.

00:30:23: Vor allen Dingen eben in Amerika, weil ich sage mal wenn ich nach Deutschland gehe da sind ja teilweise oder Europa sind ja die Dividendenrenditen noch höher.

00:30:30: Was würdest du sagen?

00:30:32: Wenn man nach Ländern aufteilen würde wie hoch ist so dein USA Anteil und Europa?

00:30:38: Also mein USA-Anteil ist nach wie vor dominierend, also er ist nicht mehr ganz so hoch wie im MSCI World.

00:30:46: Da sind wir ja so um die seventy zwei und siebzig Prozent.

00:30:49: ich bin jetzt mit meinem USA Anteil aktuell in etwa bei achtundfünfzig Prozent.

00:30:59: Dann habe ich so Europa, das ändert sich ja dann auch praktisch täglich.

00:31:04: Dann Europa ungefähr mit zwölf, dreizehn Prozent gewichtet.

00:31:09: Ich habe dann eben im Prinzip Asien auch so mit zwölf, dreizehn, vierzehnt Prozent gewichtet.

00:31:14: und dann so ein bisschen Australien noch eben dabei.

00:31:17: Und dann die Sammer noch irgendwie so ein Prozent inzwischen ein- und anderthalb Prozent Südafrika und Lateinamerika.

00:31:26: Und du bist ja sehr antizyklisch unterwegs, also wir haben vorhin schon gesprochen.

00:31:31: Du bist sehr wenig auch in Tech investiert tatsächlich.

00:31:34: Also würdest du wahrscheinlich auch vielen Leuten die jetzt zuschauen sagen weil da liegt immer so ein Fokus drauf und man denkt dann verpasst was aber eigentlich verpasste man genau in dem Spektrum dann oder den Marktumfeld an?

00:31:48: Die Sachen die Aktien die gerade unterbewertet sind die gerade keiner anschaut?

00:31:52: Und was würdest du sagen, welche Bereiche werden da gerade aktuell... ...werden da hinten runter gefallen lassen?

00:31:58: und wie?

00:31:58: die sollte man sich jetzt mal anschauen?

00:32:00: Ja, also ich sage mal was ja im Moment irgendwie sehr unbeliebt ist.

00:32:03: So seit zwei zweieinhalb Jahren sind ja sogenannte Consumer Staples, also Konsumgültterbärter da.

00:32:12: Das ist so etwas wie eine Pepsi-Cola das ist sowas wie ein Nestle.

00:32:15: Also Nestle galt ja über Jahrzehnte als eins der stabilsten Unternehmen wo man sagte selbst in größten Krisen verlieren die also wenn in der Finanzkrise alles Fünfzig Prozent verliert dann verliert ne Nestle vielleicht eben zwanzig Prozent.

00:32:29: und jetzt hat sich Nestle in den letzten Jahren fast halbiert.

00:32:31: Die waren ja bei hundertdreißig Franken, waren jetzt im Tief bei ich sage mal knapp bei siebzig Franken.

00:32:37: also haben sich fast halbt sind wieder so sich empfangen und sind jetzt wieder knapp über achtzig Franken.

00:32:43: wie gesagt Pepsi Cola Kraft Heinz food General Mills Schmacker Kolgate Also Konsumgüter Artikel die nicht sehr stark wachsen Aber die halt einfach auch interessant sind, weil sie ja täglich verbraucht werden.

00:33:02: Ja, wenn du heute dir die Zähne putzt.

00:33:04: Die Zahnpasta ist verbraucht!

00:33:06: Wenn du heute eine Flasche Kohle oder PepsiCo aufmachst... ...oder eine Chipstüte von Pepsi,... ...oder ne Procton Gamble is ja auch so'n klassischer Konsumgüterwert.

00:33:15: Oder ne Racket-Bankeeser.

00:33:16: Ja?

00:33:16: Wenn du heute dann eben ich sag mal so ein Taps in die Spülmaschine reinwirfst,... ...weil du eben deine Spül Maschine anstellts.

00:33:23: Dann iß dieses Tapf vom Rackett-Bankießer.... ...oder irgendeinen Disinfektionsmittel von Rackets Bankeesers.

00:33:29: Also Verbrauchsküter!

00:33:32: In den letzten Jahren war halt eben alles, ich sag jetzt mal sehr sexy an der Börse was Wachstum hatte und das waren natürlich vor allen Dingen eben Technologietitel.

00:33:40: Jetzt im Moment sind es eben so Halbleiter Chips und alles was irgendwie KI auf dem Türschild stehen hat und das was eben langsam wächst Das wird so ein bisschen links liegen gelassen und das sind eben Konsumgüter.

00:33:57: Eine Procter & Gamble wird nie Wachstumsraten von zehn, fünfzehn Prozent haben aber die Produkte, die sie verkaufen.

00:34:05: Die werden eben verbraucht und müssen eben permanent neu angeschafft und gekauft werden.

00:34:10: Ja Zahnpasta muss neu gekauft sein.

00:34:12: also wenn die Menschheit heute aufhören würde zu essen und zu trinken dann wären wir nach zwei drei Monaten hätten wir im menschenleeren Planet weil wir alle verungert und verdostet wären.

00:34:21: das heißt der Mensch muss von der Geburt bis zu seinem Tod täglich essen und trinken Und das ist kein extremes Wachstumsgeschäft und deswegen will die Börse das im Moment nicht.

00:34:35: Jetzt muss man sagen einige dieser Unternehmen, weil sie vorher sehr große Erfolge haben, haben auch Fehler gemacht sind eben ein bisschen Fett und Träge geworden.

00:34:44: Die werden jetzt eben so ein bisschen durchgeschüttelt und aufgewacht aufgeweckt und keiner will die Aktien haben.

00:34:50: Das ist für mich ein Bereich wo ich jetzt sehr gerne investiere.

00:34:53: Konsumgüter oder vor ein paar Jahren waren mal vor sieben, acht, neun Jahren nach der Finanzriesel der Galten Banken als uninvestierbar.

00:35:01: So ich habe... Gut, man muss sagen Banken ist auch sehr komplex zu analysieren.

00:35:06: Weil die Bilanzen zu verstehen das fällt selbst einem Banker wie mir manchmal nicht ganz einfach.

00:35:10: aber gut ich habe es halt als Beruf viele, viele Jahre gemacht und ich hab gesagt die Banken werden wiederkommen weil die Bank sind sozusagen das Erzkreislaufsystem der Weltwirtschaft.

00:35:21: Da sehen wir ja jetzt wieder an den ganzen großen Deals in der KI.

00:35:25: du kommst an dem Banken nicht vorbei gestern dieser Deal mit den Investment Banken jetzt da vergündigt hat.

00:35:33: Es muss halt finanziert werden und die Banken sind sozusagen das Schmiedemittel, dass die Weltwirtschaft läuft weil die eben ich sage mal viele Dinge eben auch finanzieren.

00:35:42: Sei es durch Kredite oder sei es durch Emissionen, dass sie anleihen oder Aktiengänge an den IPOs von Elon Musk jetzt oder was da noch von ChatGPT alles kommt.

00:35:59: Das sind ja Rekordbörsengänge.

00:36:01: Da verdienen die Investmentbanken ein Schweinegeld, sage ich mal ohne das Sie am Ende die Risiken tragen ob das überhaupt alles gut geht?

00:36:11: Plötzlich sind Banken wieder total gefragt und wir hätten das Gespräch jetzt heute vor sechs Jahren geführt.

00:36:18: Und ich hätte gesagt, kannst du dir vorstellen dass eine deutsche Bank in sechs Jahren dreihundert Prozent höher steht?

00:36:23: Da hätte ich selbst wahrscheinlich gesagt ne, das glaube ich nicht!

00:36:26: Ich war zuversichtlich, dass eine Deutsche Bank wieder wachsen wird aber... auch da.

00:36:31: Ich bin positiv überrascht, dass sie, wer hätte gedacht das ist einer der besten Dachstitel eben wird so die Banken waren.

00:36:39: vor sechs, sieben, acht Jahren waren die schlicht weg tot.

00:36:41: Die wollte kein Mensch mehr anpacken.

00:36:43: und das sind Erfahrungen die ich immer wieder mache Aktien dann anzupacken wenn die Mehrheit der Anleger glaubt Sie hat genügend Gründe dafür dass man es nicht anpackten muss Wenn jeder der Meinung ist, ich muss unbedingt die eine Aktie haben.

00:37:02: Und wir alle!

00:37:03: Das ist wie ein Markt – Angebot und Nachfrage.

00:37:07: Und je größer eben die Nachfrage nach einer Aktie ist, desto stärker treibt das den Preis.

00:37:12: Ja, auch da muss ich nochmal Tim Schäfer irgendwie zitieren.

00:37:17: Er hat nach der Finanzkrise angefangen Bank of America Aktien zu kaufen weil er einfach gesagt hat die ist jetzt so unterbewertet und dann halt mal mit Geduld hat er wirklich ordentliche Renditen mit dieser Aktie erzielt.

00:37:29: Also so könnte es wahrscheinlich auch wenn wir rückblickend in fünf sechs Jahren auf Consumer Stables schauen wie eine LVMH oder eine Adidas oder wie sie alle heißen das ist kein Consumer Stable aber langweilige Aktien.

00:37:39: die könnten dann auch einen richtigen Turnaround hinlegen.

00:37:42: Das ist ja das.

00:37:43: Ehm, ich meine wenn mein LVMH ist ja es ist jetzt zwar kein Verbrausgut aber es ist auch ein Consumer wert weil wie gesagt eine LVmh-Tasche die du ihr kaufst die die isst du ja nicht auf.

00:37:55: also das heißt die steht dann mitunter ja ich sage mal hoffentlich bei guter Qualität zehn Jahre dann im Schrank so.

00:38:02: aber sie ist eben auch ein consumer der eben auch in einem ziemlichen Hype war.

00:38:06: Das ist jetzt sehr abgekühlt und das ist sicherlich ein Wert, der heute sehr viel interessanter ist als er vor zwei oder drei Jahren war.

00:38:15: Oder nehmen wir mal dieser Hype um diese Abnehmensspritze von Novo.

00:38:22: Ich meine, das war ein Hype!

00:38:23: So, Novo ist ein hervorragendes Unternehmen und die verdienen sehr viel Geld aber... vor zwei Jahren, anderthalb zwei Jahre als dieser Hype um diese Abnimmspritze loskingt.

00:38:33: Da wollte halt jeder diese Aktie haben und das hat dazu geführt dass sie eben durch die Decke ging und dass heute eben viele die damals gekauft haben sich jetzt Sorgen machen weil der Erkurs eben heute deutlich tiefer stellt.

00:38:44: ja aber so und das ist auch ein Beispiel mit Unternehmen zu investieren wenn Sie gut sind dass die aber aus welchen Grund auch immer im Moment kein Mensch eben ein Portfolio haben will.

00:38:57: Du hattest auch vorgespricht die Automobilbranche angesprochen, auch sehr interessant da die fast jetzt aktuell auch wahrscheinlich keiner so wirklich an.

00:39:06: Die findest du auch wenn wir auf die deutsche Automobil gehen, die findest Du interessant zu dem aktuellen Zeitpunkt.

00:39:11: oder müsste man da eigentlich auch noch ein bisschen warten wie sich das dann entwickelt?

00:39:14: Gut vom genauen Timing das wissen wir ja nie.

00:39:17: also ich weiß nur Zwei Dinge, also ich bin in BMW und Mercedes investiert.

00:39:23: Und das sind Automobilkonzerne die dafür bekannt sind dass sie eben hochwertige Premium Autos herstellen.

00:39:33: so und das läuft nicht im Moment das Geschäft.

00:39:35: Die Gründe dafür sind vielfältig.

00:39:37: die Konzerne haben teilweise eigene Fehler gemacht die Märkte sind teilweise eben moment auch etwas weggebrochen.

00:39:44: Aber das war ja nicht das erste Mal.

00:39:45: Also in den achtziger Jahren kann ich mich erinnern, da gab es Titelbilder auf dem Spiegel und da waren auf dem Titelbild des Spiegels ein japanisches Auto abgebildet.

00:39:55: so die Japaner kommen und dann schrieb der Spiege jetzt machen die Japanern die deutsche Automobilindustrie platt.

00:40:00: im Moment sind es halt die Chinesen die jetzt nach Deutschland kommen die machen halt jetzt die deutschen Autosplatte.

00:40:05: natürlich ist eine Konkurrenz die erwächst den Firmen jetzt aber diese Konkurrence ich sage mal die Manager oder fordert die Manager jetzt bei Mercedes und bei BMW heraus.

00:40:17: Und ich bin mir sehr sicher, dass zum Beispiel wenn es Mercedes und BMW gelingt gute Modelle für den asiatischen Markt in China, der ja gerade so ein bisschen bei den beiden unter Druck steht zu finden.

00:40:32: Das heißt sie müssen jetzt eben einfach Produkte vorstellen wo der Chines Und der Asiate auch sagt, wow diesen BMW, diesen Mercedes möchte ich kaufen.

00:40:44: Weil da kommt jetzt Folgendes hinzu.

00:40:46: Der Chinese oder der Asiathe generell ist sehr markenbewusst Ja so und wenn du den mit einem Markenprodukt überzeugen kannst dann kauf.

00:40:56: das will man Beispiel nennen.

00:40:58: Ich hatte mich vor ein paar Monaten Mit einer deutschen getroffen die als Startup Unternehmerin in Indonesien lebt und arbeitet Und die sagte eben, ich beobachte habe jetzt in dieser Nachbarschaft beobachtet wie plötzlich so fünfzig fünfeinfünfzigjährige Leute sich ein Mercedes kaufen.

00:41:17: Der steht da vor der Haustür, vor der Garage.

00:41:20: Weil das ist ein Stattesymbol und Asiaden sind ohneheimlich auf Stattessymbole aus.

00:41:25: Dann sagte sie mir, das weiß ich nicht verstehen kann, da kaufen Sie sich hier Fünfzig, fünfundfünfzig- sechzigjährige Indonesier die jetzt beruflich extrem erfolgreich sind ihren Mercedes und die haben nicht mal einen Führerschein.

00:41:41: Ja?

00:41:41: So!

00:41:42: Das sagt ja glaube ich alles so und da bin ich ganz zuversichtlich.

00:41:47: Mercedes BMW müssen ihre Hausaufgaben machen.

00:41:49: Die müssen Produkte jetzt wieder haben, also bei Mercedes läuft ja eine gewaltige Produktoffensive.

00:41:56: die kommen in den nächsten zwei drei Jahren mit einer Vielzahl von neuen Produkten.

00:42:00: und ich sage mal heute schon wenn da etwas dabei ist Appetit des asiatischen Autofahrers, selbst den der kein Führerschein ertrifft.

00:42:10: Wenn er viel Geld hat wie in Indonesien wird er sich den vielleicht trotzdem vor die Haustüre stellen nur um dann zu zeigen ich habe ein Auto made in Germany.

00:42:19: Ja sehr interessant!

00:42:21: Da schauen wir auch auf jeden Fall positiv in die Zukunft.

00:42:25: Jetzt noch eine Frage, wenn es zurückblickend gab's ja bei dir als du angefangen hast jetzt nicht ETFs wo du einfach breit gestreut günstig in den Markt investieren konntest?

00:42:33: Was würdest Du heute jemanden raten der anfangen kann und jetzt auch vielleicht nicht super viel Zeit hat, Einzelakzent zu analysieren

00:42:40: usw.,

00:42:41: Würdest Du ihn lieber auch ETFs raten und kann er das auch mit ETF schaffen finanziell frei zu werden?

00:42:47: Ja, also ich sag mal wenn wer Einzelaktien kauft sage ich immer muss zwei Dinger haben.

00:42:53: Er muss ein Interesse daran haben sich darum zu kümmern und er muss eben auch die Zeit haben.

00:42:57: Es gibt Leute, die haben Interesse.

00:42:59: Haben aber keine Zeit, weil sie vielleicht erfolgreiche Anwälte sind oder erfolgreichere Unternehmer und denen fehlt schlichtweg die Zeit sich um Aktien zu kümmern.

00:43:07: Und es gibt Leute die sagen ich weiß Ich muss investieren Aber ich finde Aktien langweilig.

00:43:11: Ich will nicht irgendwie permanent Aktien analysieren.

00:43:13: da gebe ich dir dann vollkommen recht.

00:43:15: Da ist der ETF ein hervorragendes Produkt und damit erzielt man ja praktisch auch Ich sage mal genau dieselben Renditen heute, die man fast... Es gibt heute ETFs.

00:43:30: Da sind die Kosten im ETF so relativ gering, dass sie ja praktisch den Index schon fast identisch abbilden können.

00:43:38: Es wird immer ein bisschen schlechter als der Index sein weil es einen ETF halt kosten hat.

00:43:43: aber im Endeffekt erreichst du damit auch ein Ziel.

00:43:47: Und ich sage mal, wenn jemand dann im Laufe seines Sparer Lebensmärks interessiert das auch.

00:43:53: Dann kann er ja neben den ETFs auch irgendwann anfangen, eben einzelne Aktien noch dahin zuzusparen und in das Depot hinzuzunehmen.

00:44:04: Aber mein Gefühl sagt mir so aus vielen Gesprächen mit jüngeren Anlegern, dass glaube ich für, vielleicht sagen wir mal, von achtzig bis neunzig Prozent der jüngere Anleger der ETF das geeignetere Weg.

00:44:16: sind.

00:44:18: Damit kann man eben dann auch ist er möglicherweise blöde Anlagefehler verhindern und vermeiden.

00:44:24: Ja, vor allem wenn man jetzt bei dir schaut mit über hundert Aktien.

00:44:27: Hundert drei hast du ja am Anfang gemeint.

00:44:31: Wir hatten ja Uwe Sander hier oft zu Besuch.

00:44:32: der hat ja hundert achtzig Aktien.

00:44:35: aber ich glaube das Suitepoint ist ja irgendwo bei zwanzig oder dreißig Einzelaktien.

00:44:38: Man kann natürlich mehr haben.

00:44:41: Es ist so, wenn du so dreißig Aktien hast.

00:44:45: Dann hast du eine gute... Also irgendwo zwischen fünfunddreißig und zwanzig und fünfunddreiziger Aktien erreichst Du eine gute Diversifizierung mit gewissen Ausnahmen.

00:44:57: Ich hatte vor wenigen Wochen das Depot eines deutschen Anlegers mir angeguckt was der mir mal zur Einsicht zugeschickt hat.

00:45:05: Das war ein Depot von elf Komma sieben Millionen Das war sogar ein Hundertvierzig Titel diversifiziert, also auf den ersten Blick perfekt.

00:45:14: Auf dem zweiten Blick absolut unperfekt weil ... ... forty-fünf Prozent des Depots in einem einzigen Titel steckte.

00:45:21: Also wie gesagt hundertvierzig Titel oder hundertdreißig Titeln muss nicht be... also wenn du natürlich hundert dreizig Titeln hast und hast fast die Hälfte deines Depots im einen einzigen Wert ist die Diversifizierung natürlich alles andere als optimal.

00:45:33: sie ist eigentlich nicht vorhanden.

00:45:36: Und dann ist es eben auch wichtig, dass man eben nicht nur von der Anzahl titelbreit streut sondern die Gewichtung auch relativ gleich hält und das man ein vielseitiges Depot hat.

00:45:48: Man erlebt immer wieder so Anlegerfehler, weil eben gerade Technologie Im Moment die letzten Jahre so gut lief, dass heute viele Depots zu Tech-Lustig sind.

00:45:59: Wenn du wenn du vor sich Titel im Depot hast und davon sind jetzt sage ich mal ein Viertel Technologie-Titel aber die wiederum machen jetzt sag' ich mal vielleicht siebzig-achtzig Prozent des Portfolios aus weil die vielleicht auch so gut gelaufen sind dann ist das Depot eben nicht optimal strukturiert.

00:46:14: Weil wenn die Tech-Titel dann eben erkräftiger durchatmen Dann verliert das Depot ebenfalls überproportional.

00:46:20: Also man sollte nicht nur möglichst diese, diese, dieser, diese twenty-zwanzig dreißig Titel haben.

00:46:27: Sondern die sagen wir bei dreizig Titeln hast du im Schnitt halt pro Titel ungefähr drei Prozent.

00:46:32: Das sollte auch in etwa so dann so aufgebaut sein, dass du dann in jedem Wert so deine Dreidreikommer drei Prozent hast.

00:46:39: Du kannst natürlich sagen, so bei dem bin ich ein bisschen optimistischer da haste dann vielleicht vier Prozent im Portfolio von dem einen oder anderen dann vielleicht nur zweieinhalb Prozent.

00:46:48: ja aber Die sollten auch alle relativ gleich gewichtet sein.

00:46:52: Ja, dann noch mal zurück zum Tim Schäfer weil der hatte ja relativ früh schon in Netflix investiert, die hat den ja glaube ich irgendwie über zehntausend Prozent gebracht, die Aktie.

00:47:00: Der damit paar tausende Euro hat er jetzt eine Portfoliogröße nur in der Aktie über sechshundert oder siebenhunderttausend also... Würdest du sagen, das ist auch wichtig?

00:47:09: Dass man so im Früh schon einfach bei Aktien dabei ist.

00:47:13: Die dann extreme Kursraketen sind oder lieber stetig bei Aktier dabei sein die eben pro Jahr eine gewisse Rendite bringen?

00:47:20: kann man das irgendwie differenzieren?

00:47:23: Es ist schwer zu differenzieren, weil es eben sehr schwer dabei zu sein.

00:47:28: Dabeizusein ich sage mal gleich beim Anfang.

00:47:31: Ich nehme zwei Beispiele von extremst erfolgreichen Unternehmen aus den letzten fünfundzwanzig sechsten zwanzig Jahren so.

00:47:39: Es hat viele Menschen im Jahr zweitausend, zweitaussend, zwei tausend drei also vor etwas mehr als zwanzzig Jahre angegeben.

00:47:46: Ich kann mit Amazon nichts anfangen das ist ja ein Buchendler.

00:47:48: Das soll ich mir ein Buch enden.

00:47:49: Kann man mit einer Buchhandlung reich werden?

00:47:52: Gut, weil anfangs war es ein Buchhändler.

00:47:55: Heute kannst du über Amazon fast alles handeln plus noch viele andere Dinge die eben Amazon heute macht.

00:48:04: aber das konnte man damals gar nicht sehen als das IPO von Alphabet im Jahr zwei tausend vier Anstand.

00:48:12: da habe ich bei UBS mit einem Extremes Kapitalmarkt erfahren einen Milliardär an sehr langes Gespräch gehabt.

00:48:18: Aber wir hätten ihm Aktien anbieten können.

00:48:21: zum IPO, er hat gesagt ja ich weiß nicht ist denn das Geschäft einer Suchmaschine?

00:48:28: Ist das denn wirklich so zu vielversprechend dass wir die Aktien jetzt eben kaufen müssen?

00:48:34: und mein gutes Beispiel ist ja auch z.B.

00:48:36: Wochen waffert.

00:48:37: ich meine es sind nun wirklich keine... Das ist ja einer der cleversten.

00:48:42: Wie spät jetzt, sage ich mal, Warren Buffett auf diesen Alphabetzug jetzt aufschwimmt.

00:48:46: oder selbst bei Apple.

00:48:48: Aber Apple da ist er erst irgendwo nach zwei Tausend Szene überhaupt reingegangen und den großen Rand hatte Apple im Prinzip, ich sag mal, nach zweitausend, sechs, zweitausend sieben als eben plötzlich das Smartphone da war.

00:49:03: Ja, also natürlich du hast vollkommen recht das Beste wäre wenn ich weiß jetzt steht Apple im Katapult.

00:49:11: Jetzt steht Elfabett im Katapatapult.

00:49:13: Das Problem ist in den fünfe neunzig Prozent der Fälle.

00:49:16: siehst Du das oder erkennst Du das nicht?

00:49:18: und das erkennen selbst eben Vermögenste Familien nicht die dann noch hoch bezahlte family officer vielleicht an ihrer Seite haben Die eben diese familien beraten ja es.

00:49:31: oder wenn du heute in ein Biotech-Unternehmen investierst, ja wie willst du wissen?

00:49:35: Wie aus einem Medikament was die Heute in der Entwicklung haben dass das eben ich sage mal irgendwann ein neuer Blockbuster wird.

00:49:42: Also hättest du gewusst zum Beispiel, dass Ketruder von Merck das erfolgreichste Krebsmedikament wäre?

00:49:48: Dann wärst du da im Prinzip, ich sag mal wahrscheinlich sehr viel früher eingestiegen.

00:49:52: Da wärst Du schon eben in der Vorphase wo dieses Medikament entwickelt wurde und noch gar nicht zu Merkgehörter eingestieben.

00:50:00: Das Problem ist ja neun von zehn Medikamente die heute in irgendeiner Zulassungsbeiplein sind.

00:50:05: Die scheitern!

00:50:06: Die kommen nie durch.

00:50:07: Das probleme ist heute.

00:50:09: wir reden heute über Mark Zuckerberg als ein der reisten Menschen in der Welt.

00:50:13: Der hat eben mit Metta jetzt diesen gigantischen Erfolg gehabt und ist eben so reich geworden mit der Aktie, wir vergessen dann immer ich sage mal die fünf oder zehn oder zwanzig tausend anderen Mark Zuckerbergs, die zur selben Zeit wie Mark Zuckerburg im Jahr zweitausend herum an denselben Ideen getüftelt haben.

00:50:30: Ja, ich habe da auch letztens eine interessante Studie vom Bestenbinder.

00:50:34: Der hat sich die letzten hundert Jahre angeschaut, dreißigtausend Aktien Unternehmen, die an der Nasdaq und am Dow Jones gelistet waren.

00:50:43: Und von der ganz... also über dreißigtausend Prozent haben sie im Durchschnitt gemacht aber nur sechsundvierzig von diesen dreizigtausenden Aktien haben die Hälfte dieser kompletten Rendite gemacht.

00:50:53: Also es verteilt sich auf ganz wenige Aktien, die wirklich Geld bringen.

00:50:59: Deswegen eine breite Diversifikation aus.

00:51:01: sehr wichtig.

00:51:01: oder auch vielleicht eben mit einem ETF?

00:51:04: Das ist halt immer, du verdienst wirklich der Erfolg des Portfolios.

00:51:09: Der steht und fällt oft mit sehr wenigen Titeln.

00:51:16: Es ist also wahnsinnig schwer die Auszuwählen und diese Gewinner zu finden.

00:51:20: Je breiter du das Depot streust und trotzdem dabei solide Arbeit bei deiner Auswahl erhöhst du meiner Meinung nach deine Chancen, dass du vielleicht den einen oder anderen von diesen Top-Titeln eben auch dabei hast.

00:51:36: Ja Helmut die Zeit ist sehr weit vorangeschritten.

00:51:38: Dann als letzte Frage würde mich und bestimmt die Zuschauer noch interessieren was würdest du denn eigentlich persönlich von all dem was du gelernt hast?

00:51:47: Was würdest Du uns raten wenn man erfolgreich an der Börse anlegen möchte?

00:51:53: Ich glaube die beiden wichtigsten Dinge sind sind einfach Geduld und Zeit haben, also ich sage mal der Wunsch an der Börse ganz schnellreich zu werden.

00:52:05: Der funktioniert in den allerer seltenen Fällen.

00:52:08: Also wir wissen heute es gibt Daten darüber dass die größte Vermögen privaten Verbögen in den Händen von Pensionären in meinem Alter sind.

00:52:20: Ich habe das bei UBS auch schon gesehen, ich sage mal, neunzig-fünfeinneunzig Prozent der Kunden im Welsmanagement sind eigentlich im Alter, sag' ich mal zwischen sechzig und fünfensebzig.

00:52:31: Wenn es funktionieren würde – ich sage einmal mit dreißig schon, ich sagt mal mit Aktien multimillionär zu sein -, dann würden wir diesen Weg ja alle gehen?

00:52:41: Dann bräuchten wir heute das Interview nicht zu führen, weil alle die jetzt zwischen dreißig und vierzig dann ich sage mal unser Gespräch in wenigen Tagen sich anhören.

00:52:52: Bräuchte das ja gar nicht!

00:52:54: Das heißt also der Aufbau eines Vermögens kostet einfach Zeit.

00:52:58: es gibt ganz wenige Fälle wo man eben mal da gehört aber auch sehr viel Fortune dazu ein Vermögen schon in jungen Jahren aufbaut.

00:53:08: Aber weit über neunzig Prozent des Vermögensaufbaus ist ein Marathonlauf, den man so früh wie möglich starten sollte.

00:53:16: Also Tipp eins ist... Mit dem Investieren anfangen, sobald du dein eigenes erstes Geld verdienst.

00:53:21: Das ist bei dem einen vielleicht nach dem Abitur schon mit achtzehn neunzehnt wenn er eine Ausbildung macht.

00:53:26: Bei dem anderen der vielleicht Medizin studiert dann erst vielleicht somit Mitte zwanzig Wenn er dann mit seinem Studium dann fertig ist also praktisch so früh wie möglich eben langfristig an zu investieren Geduld zu haben und langfristig zu denken.

00:53:42: Und was eben auch sehr wichtig ist, eben nie Panik oder nervös reagieren wenn es mal schwierige Zeiten gibt Wenn die Kurse halt einfach dann mal rechts und links um die Ohren fliegen Das wird in einer langjährigen Börsenkarriere immer wieder basieren Dann muss man einfach ruhig und besonnen bleiben.

00:54:01: Also Panik ist schonmal der schlechteste Ratgeber den es überhaupt gibt.

00:54:06: Sehr schön, Helmut.

00:54:07: War auf jeden Fall sehr lehrreich!

00:54:09: Vielen Dank dass du die Zeit genommen hast.

00:54:11: Hier noch ganz kurz an den lieben Zuschauer.

00:54:13: schaut gerne mal beim Helmut auf dem Instagram Kanal vorbei.

00:54:16: Waikiki-FünftausendAch, glaube ich heißt der?

00:54:18: Fünftauseinachthundert Ja.

00:54:20: Also Waikikiki fünftausende Achthunderte Genau so.

00:54:24: Da kriegt ihr auf jeden fall immer Updates was Helmut macht und auch rund um die Börse.

00:54:29: Und dann Helmut würde ich mich freuen wenn wir uns vielleicht bald schon widersprechen könnten.

00:54:33: ja also Louis sage ich mal viel, vielen Dank und dann bis die Tage wieder ne?

00:54:38: Also danke tschüss!

00:54:39: Ja liebe Zuschauer das war unser Interview mit Helmut Jonen.

00:54:42: Ich hoffe euch hat es gefallen.

00:54:43: lasst uns gerne schon ein Like da.

00:54:44: und auch für Helmut dass er sich die Zeit genommen hat schreibt uns gern unten in den Kommentaren.

00:54:49: auf jeden Fall seid ihr auch schon auf der Zielgeraden von der finanziellen Freiheit Unser Kanal abonnieren, damit ihr keine spannenden Finanzvideos mehr verpasst.

00:54:57: Jetzt im eingeblähten Video seht ihr das Interview was ich letzte Woche mit André Stagge geführt habe X-Form Manager.

00:55:02: der nennt sogar einen Bereich bzw ein Land wo er jetzt investiert.

00:55:08: schaut gerne mal rein wenn da etwas für euch dabei ist und sonst würde ich mich sehr freuen wenn ihr hier beim nächsten Mal wieder dabei seid bei Finanzexperten im Interview.

00:55:14: bis dahin ciao ciao.